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„Dokkum. Faktum und Fiktion“: Fuldaer Geschichtsverein lädt zu Vortrag ein

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Zu einem Vortrag über Fuldas niederländischer Partnerstadt Dokkum lädt der Fuldaer Geschichtsverein am Donnerstag, 29. August, um 19 Uhr ins Forum Kanzlerpalais (Unterm Heilig Kreuz 1) ein. Referent des Vortrags unter dem Titel „Dokkum. Faktum und Fiktion“ ist Dirk Hendrik van der Galién.

Dirk Hendrik van der Galién unterrichtet, so schreibt die Stadt Fulda in einer Pressemitteilung, Geschichte und Latein am Dockinga College in Dokkum. Der Veranstalter lädt alle Interessierten zu dem Vortrag ein. Der Eintritt ist wie immer kostenlos.

Zum Hintergrund: Im Jahr 1763 beauftragte der damalige Bürgermeister von Dokkum den Maler Daniel Reynes mit der Ausstattung des schönen Rathauses von Dokkum mit vier großen Tafeln, die die Geschichte von Dokkum darstellen. Die vier Tafeln sind von geringer kunsthistorischer Bedeutung, aber geben ein aufschlussreiches Bild davon, wie die damalige urbane Elite ihre eigene Lokalgeschichte gerne dargestellt sah.

Dokkum als von den Göttern bevorzugte Stadt

So malte Reynes eine Geschichte voller Kampf, Heldentum und Dramatik, die schließlich zu einem Dokkum führte, das von den Göttern bevorzugt wurde und wohlhabend war. Es versteht sich von selbst, dass diese Darstellung im Widerspruch zur historischen Realität steht.

Aber, wenn Tatsachen und Fiktionen getrennt und mit ausreichend kritischem Blick betrachtet werden, können die Tafeln von Daniel Reynes für eine Einführung in die Geschichte der Stadt Dokkum sehr nützlich sein. / sar

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