1. Fuldaer Zeitung
  2. Fulda

Bilanzfälschung bei R+S: Staatsanwaltschaft prüft neue Ermittlungen

Erstellt:

Die R+S-Zentrale im Münsterfeld.
Die R+S-Zentrale im Münsterfeld. Der Konzern fordert acht Millionen von zwei ehemaligen Vorstandmitgliedern. © Tobias Farnung

Nach dem Start des Zivilverfahrens zwischen R+S und den Ex-Vorständen will nun auch die Staatsanwaltschaft Fulda prüfen, ob sie das Verfahren erneut aufnimmt.

Fulda - Die Staatsanwaltschaft Fulda wird sich die Akten aus dem Zivilprozess zwischen dem Unternehmen R+S Group und zwei früheren Vorstandsmitgliedern ansehen und dann prüfen, ob sie eigene Ermittlungen aufnimmt. Das sagte eine Sprecherin unserer Zeitung.

Das Zivilverfahren hatte am Montag begonnen. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen des Vorwurfs der Bilanzmanipulation bereits gegen Vorstandschef Markus R. ermittelt, die Ermittlungen aber im August 2021 eingestellt.

Fulda: Bilanzfälschung bei R+S - Staatsanwaltschaft prüft neue Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft will jetzt prüfen, ob der Verfahrensgegenstand im Zivilverfahren vor dem Landgericht Fulda mit dem Gegenstand der bisherigen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen identisch ist. Um das zu klären, werde die Staatsanwaltschaft die Zivilakten zur Prüfung heranziehen, sagte die Sprecherin. Auch wenn die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Markus R. schon einmal eingestellt habe, könne sie die Ermittlungen beim Vorliegen neuer Tatsachen erneut aufnehmen.

Im Zivilverfahren vor dem Landgericht hatte Richter Dominik Dute gesagt, es spreche viel dafür, dass es bei R+S tatsächlich zu Bilanzmanipulationen gekommen sei. (vn)

Auch interessant