Fotos: Mirko Luis

Doppelpremiere bei Enders – erfolgreichstes Jahr in der Unternehmensgeschichte

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - So schwungvoll wie noch nie eröffnet Autohersteller BMW den Auto-Herbst. Mit dem neuen BMW 1er, dem Premiumklasse-Einstiegsmodell, und dem bei Privat- wie Gewerbekunden beliebten neuen 3-er Touring feierte die Enders-Gruppe in der Frankfurter Straße Fulda sowie an weiteren Standorten, darunter Schlüchtern sowie Hünfeld/Burghaun, Doppelpremiere.

Von Mirko Luis

Der neue BMW 1er bietet – dank Frontantrieb – mehr Platz als sein Vorgänger und hat erstmals das vollfarbige BMW Head-Up-Display an Bord. Besonders auffällig ist die Mesh-Niere des neuen BMW M135i xDrive. „Er ist deutlich leiser, man hat ein größeres Platzgefühl, mehr Komfort und viele hilfreiche Assistenzen“, meinte Verkaufsleiter Stefan Deichmann (47), Verkaufsleiter Neue Automobile im Autohaus Krah+Enders in Fulda. Er hatte sich einen Abend vor der Premiere selbst einen ersten Fahreindruck verschafft. Eines der Highlights im neuen BMW 1er ist der sogenannte BMW Intelligent Personal Assistant, der mit dem Sprachbefehl „Hey BMW“ aktiviert wird. Der bayerische Autohersteller setzt seinen eigenen Marken-Slogan „Freude am Fahren“ unterhaltsam um, denn der Assistenz kann beispielsweise zwölf Witze erzählen. Günstigster Einstieg ist der 118i mit 140 PS für 28.200 Euro. Wie groß die wirtschaftliche Bedeutung der 1er Modellreihe ist, wird am Verkaufserfolg deutlich. 2018 hatte BMW mehr 1er als Audi vom A3 oder Mercedes von der A-Klasse verkauft. Mit dem neuen Modell wollen sich die Münchner noch ein größeres Stück vom Kuchen sichern. Der neue BMW 3er Touring, der Hersteller-Angaben zufolge bei 39.400 Euro startet, fällt im Vergleich zum Vorgänger größer aus und kann bis zu 1510 Liter laden. Damit liegt er auf dem gleichen Niveau wie Audi A4 Avant und das Mercedes C-Klasse T-Modell.

Parallel zum Münchner Oktoberfest herrschte bei Gästen des Events beste Laune. Für sie hielt das Team von Seven Days bayerische Spezialitäten bereit. Mitgebrachte Kinder, die sich noch nicht so für starke Motoren, Design und technische Spielereien im Autocockpit interessieren, konnten unterdessen am Stand von Gerrit Event-Concept Ballons modellieren oder sich schminken lassen. Weiteres Highlight – der nächste Winter kommt ganz bestimmt – war ein Biathlon-Schießstand – Fans und Neugierige dieser beliebten Sportart konnten ihr Schießtalent via Laserpoint testen und auf die Scheibe im Kofferraum eines Autos zielen. Allein an den osthessischen Standorten der Enders-Gruppe befanden sich rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz.

„Wir hatten noch nie innerhalb von zwei Monaten so eine Modellvielfalt“, sagte Geschäftsführer Peter N. Enders (36) mit Blick auf die Vielfalt im Showroom, wo zum Beispiel Modelle wie BMW X3 M oder BMW X4 M Puls und Fahrfreude in Sekundenbruchteilen in die Höhe treiben. Die mit modernster Technik ausgestatteten neuen Modelle kämen genau zum richtigen Zeitpunkt. „Wir werden dieses Jahr – Stand jetzt – über 10.000 Fahrzeuge absetzen, es könnte damit das erfolgreichste Jahr in der Unternehmensgeschichte werden“, zog Peter N. Enders drei Monate vor Jahresschluss eine erfolgreiche Zwischenbilanz. Auf ein „Top-Level“ sei das Gebrauchtwagengeschäft gebracht worden. Das Thema E-Mobilität habe zwar in den Medien immer wieder Schlagzeilen, schlage sich aber bisher kaum Verhalten nieder. So konnte Hersteller BMW zuletzt zwar eine Steigerung von 60 Prozent beim Verkauf elektrifizierter Autos erzielen. Doch Volkswirt Peter Enders relativiert das. „Prozentuale Steigerungen hören sich zwar im Volumen sehr groß an, aber wir reden von kleinen Einheiten“, betonte der Unternehmer im Interview mit unserer Zeitung. So habe der Anteil der verkauften Autos mit reinem Elektroantrieb in der Enders-Gruppe 2018 bei gerade einmal 1,5 Prozent gelegen, in diesem Jahr würden E-Autos auf einen Anteil von 2,5 bis 3 Prozent kommen,

Als Gründe für das voraussichtliche Rekordjahr nennt Peter N. Enders gut aufgestellte, hochmotivierte Teams sowie eine über Jahre stabile und gut eingespielte Führungscrew. Unternehmensangaben zufolge sind an den 14 Standorten der Unternehmensgruppe aktuell 650 Angestellte beschäftigt. Von jeher hohe Relevanz habe das Thema Ausbildung. „Hier haben wir schon viele neue Impulse gesetzt, wollen aber auch in Zukunft noch viel ändern“, sagte Enders mit Blick auf die schnelllebigen Zeiten und den neuen Zeitgeist. Es werde immer schwerer, junge Leute langfristig an einen Betrieb zu binden – allerdings sei dies kein Enders-spezifisches Phänomen, sondern ein gesamtgesellschaftlich wichtiges Thema.

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