Der Dorfborner Kreisel auf der K 100
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Der Dorfborner Kreisel auf der K 100 als Tor zur Gemeinde soll gestalterisch aufgewertet werden.

Rondell soll Hingucker werden

Innenfläche des Kreisverkehrs am Gewerbegebiet wird gestaltet

  • Norman Zellmer
    vonNorman Zellmer
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Die Gemeinde Neuhof will den Kreisel am Gewerbegebiet Dorfborn jetzt gestalten. Die Kommune hat sich mit Hessen Mobil geeinigt. Der Platz soll ein Hingucker werden.  

Dorfborn - Er soll so etwas wie ein florales Aushängeschild der Kaligemeinde werden. Wie Bürgermeister Heiko Stolz CDU) in der Gemeindevertretersitzung Anfang des Jahres sagte, ist dies eines der Projekte, die 2020 umgesetzt werden sollen. Seit Jahren ist die Kreiselgestaltung Thema. Der Kreisverkehr auf der Kreisstraße 100 unweit der Anschlussstelle Neuhof-Nord der A 66 und des Gewerbegebiets sei für Verkehrsteilnehmer eine Art Tor zur Gemeinde. Das solle entsprechend ins Auge fallen. 

Geplant ist nach Auskunft vonGemeindegärtner Wolfgang Fröhlich eine abwechslungsreiche Bepflanzung aus Dauersträuchern und Gräsern im Kern des Kreisverkehrs. Diese sollen „optisch wirken“ und auch für Insekten nützlich sein – Stichworte: Artenvielfalt und Bienensterben. Baulich wird nichts verändert; kein Hügel aufgeschüttet oder Kunstskulpturen aufgestellt. Umgeben wird die neu gestaltete Fläche von einem etwa zwei Meter breiten Ring, auf dem Rasen angesät wird. Nicht die gesamte Kreisfläche wird bepflanzt, weil im äußeren Bereich Versorgungskanäle liegen – unter anderem leiten sie Regenwasser von der Straße ab. Im Falle von Reparaturen sollen später keine Koniferen ausgegraben und neu gepflanzt werden müssen, wie Fröhlich erklärt. „Wir müssen einen Spagat schaffen“: Einerseits müssen die technischen Anlagen unter dem Kreisel weiter erreichbar bleiben; andererseits soll die Fläche gestaltet werden – eben als ein rundes florales Schaufenster der Gemeinde.

Noch etwa zwei Wochen

Bis das Rondell tatsächlich bepflanzt ist, werden bestimmt noch zwei Wochen vergehen, kündigt Bauamtsleiter Joachim Bug an. Die Pflanzen seien bestellt und sollen demnächst geliefert werden. Aber alle Zeitpläne stünden unter dem Vorbehalt der weiteren Entwicklung der Coronakrise. In der Vergangenheit sei es laut Gärtner Fröhlich immer mal vorgekommen, dass angesetzte Termine abgesagt worden seien. An der Kreiselgestaltung wird jedoch gearbeitet: Die Erdarbeiten sind sogar schon abgeschlossen; unter anderem war eine sogenannte Wurzelsperre eingebaut und Mutterboden eingebracht worden. 

Der Sprecher des Arbeitskreises „Zukunft gestalten“, Franz Josef Adam, zugleich Erster Beigeordneter der Gemeinde, zeigte sich erfreut, dass die Kreiselgestaltung Formen annimmt. Dies sei „eine lange Geschichte“. Der Arbeitskreis hatte sich seit Jahren für eine Gestaltung der Kreisverkehre außerhalb von Neuhof – neben Dorfborn gibt es zwei weitere an der Westspange – eingesetzt. Mitglieder hatten Ideen und Konzepte erarbeitet. Immer wieder kam es jedoch zu Verzögerungen und es mussten neue Hürden genommen werden. 

Kreisel ist kein einfaches Thema

Denn das Thema Kreisel ist kein einfaches; der Gestaltung sind enge Grenzen gesetzt, wie Hessen Mobil, das Straßen- und Verkehrsmanagement des Landes, erklärte. So seien etwa Skulpturen, Pfosten, große Steine und Bäume nicht erlaubt. Zugleich müsse die Innenfläche teilweise überfahrbar sein – etwa weil ein Schwertransport die Straße nutzt. Für Dorfborn musste die Gemeinde daher eine Verwaltungsvereinbarung mit Hessen Mobil auf den Weg bringen. Die Landesbehörde ist Besitzerin. Im Vorfeld der Vereinbarung, die imFebruar getroffen wurde, waren langwierige Abstimmungen und vertragliche Regelungen zu treffen, weil die Unterhaltung und Pflege der Bepflanzung und die Kosten für die Gestaltung die Gemeinde tragen wird. Es seien zudem straßen- und verkehrsrechtliche Belange, Unfallschutz sowie technische und sicherheitsrelevante Aspekte berücksichtigt. Dies geht offenbar so weit, dass Pflanzenarten und deren Abstände zur Straße vertraglich festgelegt werden.

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