DRK-Roboter Pepper interagiert mit einigen Senioren
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Roboter Pepper soll nicht nur Senioren helfen, sondern auch junge Menschen für den Pflegeberuf begeistern.

Er singt, spricht und lacht

Neuer DRK-Roboter peppt den Alltag der Senioren auf

  • Sabrina Mehler
    vonSabrina Mehler
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Er ist 1,20 Meter groß, blinzelt mit großen runden Augen und wenn man ihm über den Kopf streichelt, kichert er: Mit einem Roboter bereichert das DRK-Fulda ab sofort den Alltag von Senioren und Seniorinnen.

Spielen, rätseln, sprechen und sich bewegen kann Pepper auch: Die Rede ist von einem kindlich aussehenden Roboter, der die Lebensqualität von Senioren in den sechs stationären DRK-Einrichtungen verbessern und die Arbeit von Pflegekräften unterstützen soll. Er dürfte der erste Roboter sein, der hessenweit eingesetzt werde, heißt es in einer Pressemitteilung. Das DRK geht davon aus, dass solche Assistenzsysteme in der Pflege weiter zunehmen dürften. Mit Pepper könnten ältere Menschen am digitalen Fortschritt teilhaben: „Er bringt neue Impulse für die Bewohner.“

Ein Mitarbeiter-Ersatz soll er aber nicht werden: „Vielmehr ist er ein Multitalent: Sportleiter, Märchenerzähler, Quizmaster und Entertainer.“ Sein Stärke werde in der Einzelbetreuung deutlich: Mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen gelinge jeden Tag eine andere Anregung für die mentale Fitness der Bewohner.

Viel Vorarbeit: Pepper kommt gut an

„Pepper lässt sich durch ein Tablet oder per Spracherkennung bedienen,“ erläutert Projektleiterin Laura Wahl. „Als sozialer Roboter fördert Pepper die Interaktionen und Unterhaltungen zwischen den Senioren oder dient selbst als Gesprächspartner.“

„Mit modernen Zukunftstechnologien sollen jüngere Menschen für den Pflegeberuf begeistert werden“, sagt Markus Otto, Prokurist und Initiator des Projektes. Geschäftsführer Christoph Schwab ergänzt: „Pepper ist kein Roboter, der pflegerische Tätigkeiten übernehmen kann, er ist ein reiner Kommunikations- und Unterhaltungsroboter. Viel Vorarbeit sei für den Einsatz nötig gewesen. Bei den Senioren komme er nun aber sehr gut an, sagt Markus Otto erfreut.

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