Ein Hünfelder steht wegen Drogenhandel vor Gericht.
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Ein Hünfelder steht wegen Drogenhandel vor Gericht.

Hat der Angeklagte Kunden bedroht?

Eine Viertelmillion Euro mit Drogen verdient: Hünfelder soll im großen Stil gedealt haben

258.000 Euro soll ein 21-Jähriger mit dem Verkauf von Drogen verdient haben. Jetzt muss sich der junge Mann aus dem Altkreis Hünfeld vor Gericht verantworten. Am Mittwoch wurde am Fuldaer Landgericht die Anklage verlesen. 

Fulda - Zwölf Verhandlungstage sind angesetzt. Am Mittwoch war Prozessauftakt. Doch bei diesem ersten Termin wurde zunächst nur die Anklage verlesen: Der Beschuldigte soll mit Marihuana, Haschisch und Ampethaminen gehandelt und die Drogen zu einem Kilopreis zwischen 5000 und 8000 Euro verkauft haben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 21-Jährigen aus Hünfeld vor, die Drogen in verschiedenen Mengen, teilweise bis 20 Kilo, verkauft zu haben. Der Kundenkreis habe sich weit den Landkreis Fulda hinaus erstreckt. So ist in der Anklageschrift die Rede von Übergaben in Bad Dürrheim und Villingen-Schwenningen im Schwarzwald. „Der Angeklagte hat die Geschäfte als fortlaufende Einnahmequelle neben seiner Haupttätigkeit genutzt“, erklärte Staatsanwältin Tanja Gerbig. Mehr als eine Viertelmillion soll der Beschuldigte durch Drogenhandel verdient haben.

Großes Geldgeschäft mit Drogen: 21-Jähriger aus Hünfeld soll nicht zahlende Kunden bedroht haben

Angeklagt ist der 21-Jährige wegen des Verdachts des bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln. Zusammen mit einem anderen Verdächtigen soll der 21-Jährige, der zur Tatzeit Heranwachsender war, im Zeitraum Juli 2017 bis Februar 2020 in Fulda in 18 Fällen mit Betäubungsmitteln gehandelt haben. Seit Mitte März dieses Jahres sitzt er in Untersuchungshaft.

Neben den Drogengeschäften wird ihm noch ein weiterer Vorwurf gemacht, der ebenfalls angeklagt ist: So soll der 21-Jährige zusammen mit einem Kollegen einen nicht zahlenden Kunden genötigt und mit einer nicht geladenen Pistole bedroht haben. Sein Kollege soll das Opfer anschließend mit einem Baseball-Schläger geschlagen haben. Bisher hat sich der 21-Jährige nicht geäußert. Der Prozess wird am Montag, 28. September, fortgesetzt. (Sonja Ruf)

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