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Die SG Ehrenberg präsentiert sich in der Verbandsliga oftmals zu grün

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Ehrenberg - Erstmals überhaupt wirkt die SG Ehrenberg in der Verbandsliga mit. Die Euphorie bei den Rhönern war vor und selbst nach dem Start immens, wenngleich nach und nach die Ernüchterung einkehrte. Den Kopf verlieren die Verantwortlichen allerdings trotz der vielen Negativerlebnisse nicht.

Von unserem Redaktionsmitglied Tobias Konrad

So lief die bisherige Runde:

Das Abenteuer Verbandsliga ließ sich für die SGE ganz gut an. Nach den beiden Siegen über Bad Soden und die Barockstadt-Reserve am dritten sowie vierten Spieltag schien die Elf von Spielertrainer Robert Schorstein in der Liga angekommen. Groß hingegen war die Ernüchterung in den kommenden Wochen, denn sieben Niederlagen am Stück und aufkommende Verletzungen drückten auf das Gemüt.

Selbst Routinier Steffen Kümmel musste ob des Engpasses reaktiviert werden. Einzig gegen Schlusslicht Melsungen durfte ein weiterer Dreier bejubelt werden. Teils heftige Pleiten (0:7 gegen Hünfeld, 1:7 gegen Vellmar) spiegeln hingegen das größte Problem des Aufsteigers, denn mit 62 Gegentreffern stehen die meisten der gesamten Liga.

So haben die Neuzugänge eingeschlagen:

Punktuelle Verstärkungen nannte Schorstein die drei Sommerneuzugänge Sven Kemmerzell (A-Junioren Viktoria Fulda), Jakob Müglich (TSV Rothemann) und Sven Bambey (Hünfelder SV). Dass alle dem Team weiterhelfen können, wurde sichtbar, allerdings nur, wenn die Akteure denn mitwirken konnten. Ganz bitter erwischte es Youngster Kemmerzell, der nur drei Partien bestreiten durfte, ehe das Kreuzband riss.

Müglich, der ebenso sich mit Verletzungen über die Hinrunde schleppen musste, konnte mit lediglich 329 Einsatzminuten kaum weiterhelfen. Bambey war zwar in allen 18 Begegnungen an Bord, spielte allerdings größtenteils unter Schmerzen. Dass der ehemalige Hünfelder ein Zugpferd sein kann, wurde dabei aber sichtbar.

In Erinnerung bleibt:

Die 14 Pleiten, die auf des Ehrenberger Kontos stehen. Allerdings bleibt mehr in Erinnerung, wie einfach es den Gegnern in mancher Partie gemacht wurde. Bitter wirken vor allem die Spiele gegen Mitaufsteiger Körle (2:3), Willingen (2:4) und Türgkücü Kassel (3:3) nach. Teils unerklärliche Gründe führten dabei zu Punktverlusten, denn Willingen drehte kurz vor Ende ein 0:2 binnen drei Minuten in ein 3:2. Gegen Körle und Türkgücü reichte eine drückende Überlegenheit und Chancen en masse nicht für mehr.

Ausblick:

Es müsste eine fabulöse Aufholjagd bei der Abschiedstournee von Robert Schorstein geben, wenn es nicht nach einer Saison erneut in die Gruppenliga gehen soll. Die derzeitigen neun Punkte Rückstand auf den rettenden zwölften Tabellenplatz sind zwar im Bereich des Möglichen, jedoch präsentierte sich die SG Ehrenberg meist zu grün in der bisherigen Runde.

Doch die Welt geht beileibe nicht unter. Das betont das Vorstandsteam um Udo Wischniewski gebetsmühlenartig, zumal der Verein bereits die Weichen für die Zukunft gestellt hat. Sebstian Vollmar hat ab Sommer das Sagen, wenngleich mit Schorstein und Mark Jaksch zwei Stützen bereits wegfallen werden.

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