Eichenprozessionsspinner
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Kleiner Schädling: Der Eichenprozessionsspinner kann für Menschen gefährlich werden.

Gefährlicher Schädling

„Der harmlose Eindruck trügt“ - Forstamt Hofbieber warnt vor Nestern des Eichenprozessionsspinners

In den Eichenbeständen des Forstamtes Hofbieber, vor allem in den Revieren Eichenzell, Thiergarten und Bieberstein, ist aktuell ein bizarres Schauspiel zu beobachten: Zahlreiche Raupen des Eichenprozessionsspinners bewegen sich in großen Gruppen oder sitzen dicht aufeinander.

Hofbieber - In den späteren Entwicklungsstadien der Raupe sieht man große Gespinste am Stamm oder in den Astgabeln der Eichen. Bei Kontakt mit den Härchen drohen schwere Haut-, Augen- und Atemwegsreizungen, warnt das Forstamt in einer Pressemitteilung.

Forstamtsleiter Florian Wilshusen appelliert an die Waldbesucher in Eichenwäldern, aufmerksam zu sein: „Der harmlose Eindruck der flauschigen Raupen und deren Nester trügt. Die Raupen bergen sowohl für Waldbesucher, als auch für ihre vierbeinigen Gefährten eine Gefahr.“ Selbst Kleidungsstücke sollten, wenn sie mit den Brennhaaren in Berührung gekommen sind, gründlich gereinigt werden.

Hier zu sehen sind die typischen Nester des Eichenprozessionspinners an einer großen Eiche.

Kleine Raupe, großer Ärger

Besonders häufig sind die wärmeliebenden Raupen in lichten Eichenwäldern, Waldrändern und Alleen anzutreffen. Die trockenen und warmen Temperaturen der vergangenen Jahre und allgemein wärmeres Wetter tragen zum erhöhten Vorkommen des Eichenprozessionsspinners bei.

Die Schädlinge haben 2018 viel Ärger im Kreis Fulda gemacht: So wurde sogar eine Schule geschlossen. Mittlerweile wird viel getan, um präventiv gegen die Ausbreitung vorzugehen, im Bergwinkel rückt man den Tierchen sogar mit Saugern zuleibe.

Sollten die Raupen des Eichenprozessionsspinners in Wohngebieten oder an Erholungseinrichtungen vorgefunden werden, kann man sich bei der zuständigen Gemeinde melden. (mal)

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