Die Digitalisierung wird in Eichenzell mit dem „Smart City“-Projekt der Bundesregierung weiter gefördert.
+
Die Digitalisierung wird in Eichenzell mit dem „Smart City“-Projekt der Bundesregierung weiter gefördert.

Eines von 32 Projekten

Smart Cities in Deutschland: Gemeinde Eichenzell ist mit dabei

Das Bundesinnenministerium unterstützt seit dem letzten Jahr Modellprojekte, in Kommunen, deren Ziel es ist, digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft zu entwickeln und zu erproben. Unter den 32 ausgewählten Projekten: Die Gemeinde Eichenzell.

Eichenzell - Im Rahmen der „Smart Cities“-Förderstaffel werden in Deutschland 32 Projekte mit einer Gesamtsumme von 820 Millionen Euro gefördert. Dies teilte das Ministerium am Dienstag in einer Pressenotiz mit. „Nachdem es gelungen ist, das Förder-programm um 500 Millionen Euro auf insgesamt 820 Millionen Euro aufzustocken, können wir mit den 32 ausgewählten Projekten schon jetzt konkret liefern. Das ist ein kraftvoller Impuls für die Digitalisierung unserer Kommunen", wird Bundesinnenminister Horst Seehofer in der Mitteilung zitiert.

Mit den Modellprojekten Smart Cities unterstützt die Bundesregierung Kommunen dabei, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung zu gestalten. Ziel des Förderprogrammes ist es, sektorenübergreifende digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft zu entwickeln und zu erproben.

Lokale Politiker äußern sich erfreut über den Eichenzell-Zuschlag

„Das ist schon ein Knüller, der nochmal richtig Schwung bei der Digitalisierung in unserer Heimat bringt“, freut sich der heimische Bundestagsabgeordnete Michael Brand, der sich als Mitglied im Innenausschuss bei Innenminister Seehofer sowohl für die Bewerbungen des sogenannten „Osthessen-Cluster“ (der fünf Kommunen Fulda, Bad Hersfeld, Neuhof, Burghaun, Ludwigsau) als auch das Konzept der Gemeinde Eichenzell eingesetzt hatte. Das unter den fast 90 Bewerbern zumindest ein Bewerber aus Osthessen ausgewählt wurde, bezeichnete der Abgeordnete als „echten Erfolg im nationalen Wettbewerb“. Brand dankte Bürgermeister Johannes Rothmund für das „gute wie zielführende Zusammenwirken, gerade in der wichtigen Entscheidungsphase“.

Birgit Kömpel (SPD), die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und Mitglied der Eichenzeller Gemeindeverwaltung, zeigte sich erfreut über die Nachrichten aus Berlin. „Das ist super. Ich freue mich, dass meine Heimatgemeinde als Smart- City-Modellstandort ausgewählt wurde. Eine Zukunft ohne Digitalisierung und Vernetzung ist nicht mehr denkbar, und wir in Eichenzell haben hier in den vergangenen Jahren gute Vorarbeit geleistet“, sagte Kömpel.

Laut der SPD-Unterbezirksvorsitzenden flössen in den nächsten sieben Jahren etwa 10,6 Millionen Euro nach Eichenzell, um vor Ort Projekte umzusetzen. 

CDU/CWE-Fraktion und Bürgerliste Eichenzell äußern sich ebenfalls zur Vergabe

Der Vorsitzende der CDU/CWE-Fraktion Joachim Bohl sagte zu der Vergabe: „Das wir uns nun zum Kreis der zwanzig Städte und Gemeinden, sowie zwölf interkommunalen Projekten in Deutschland zählen dürfen, für die in den nächsten Jahren Millionen an Fördergeldern für digitale Projekte zur Verfügung stehen, ist ein Meilenstein in der Eichenzeller Geschichte. Das dies erreicht wurde ist vielen Beteiligten zu verdanken. Erwähnen möchte ich hier vor allem Bürgermeister a.D. Dieter Kolb, sowie Abteilungsleiter Nico Schleicher, der mit seinen Kollegen in der Eichenzeller Verwaltung exzellente Arbeit geleistet hat. Unser neuer Bürgermeister Johannes Rothmund konnte dann mit Unterstützung des hessischen Digitalministeriums, sowie unseres Bundestagsabgeordneten Michel Brand MdB noch einen wichtigen Beitrag zum Erfolg leisten.“ 

Für Gerhard Dehler, Fraktionsvorsitzenden der Bürgerliste Eichenzell, ist der Zuschlag im „Modellprojekt Smart City“ wegweisend: „Mit unserem Glasfasernetz haben wir den Grundstein gelegt, jetzt geht es um die Nutzung der Infrastruktur mit Digitalisierungsprojekten. Wir haben mit dem Förderprojekt eine riesige Chance und die müssen wir jetzt umsetzen und die modernsten Arbeitsplätze und Technologien nach Eichenzell holen. Dazu zählt insbesondere auch das Thema Telemedizin, dazu haben wir schon letzte Woche einen Antrag für die kommende Gemeindevertretersitzung gestellt. Jetzt brauchen wir die richtigen Fachleute und die besten Ideen und dann schaffen wir die Basis für eine innovative Zukunft und sichern der Gemeinde langfristige Einnahmen.“

Smart Cities: 86 Städte und Kommunen hatten sich um Aufnahme beworben

Die Modellprojekte Smart Cities 2020 stehen unter dem Motto „Gemeinwohl und Netzwerkstadt / Stadtnetzwerk“. Die geförderten Projekte sollen aufzeigen, wie die Qualitäten der europäischen Stadt in das Zeitalter der Digitalisierung übertragen werden können. Auf die Ausschreibung des BMI hatten sich 86 Städte, Kreise und Gemein-den sowie interkommunale Kooperationen aus ganz Deutschland beworben.

Laut des Bundesinnenministeriums beruhte die Förderentscheidung auf einem mehrstufigen Prüfprozess. Alle Bewerbungen seien von je zwei Fachgutachtern bewertet worden. Auf dieser Basis entschied eine elfköpfige Jury unter Vorsitz von Bau-Staatssekretärin Anne Katrin Bohle. Der Jury gehörten Vertreter der Wissenschaft, der Politik und der kommunalen Spitzenverbände an. (akh)

Das könnte Sie auch interessieren