Fotos: Rainer Ickler

Eine Ära geht zu Ende – Wetterdienst-Mitarbeiter verlassen 2020 die Wasserkuppe

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Gersfeld - Seit fast 100 Jahren sind von Menschen Wetterdaten auf der Wasserkuppe ausgewertet worden. Dies wird bald nicht mehr der Fall sein. Die Messungen werden automatisiert. Von sieben Mitarbeitern, die im Ursinus-Haus beschäftigt sind, reduziert der Deutsche Wetterdienst ab 1. Januar auf zwei. Am 30. November 2020 endet auch für sie der Dienst.

Hintergrund: 1922 wurden nach Recherchen von Joachim Jenrich im Buch „Die Wasserkuppe“ die ersten meteorologische Messungen auf der Wasserkuppe zur Erforschung der Hangwinde durchgeführt. Sie waren fürs Segelfliegen von Bedeutung. Das preußische meteorologische Institut richtete am 1. August 1923 eine Messstation auf der Wasserkuppe ein. Seit 1933 war sie im Ursinus-Haus untergebracht.

1952 wurde die Wetterwarte Bestandteil des Beobachtungsnetzes des Deutschen Wetterdienstes, nachdem direkt nach dem Krieg die Station zum „Zentralamt des Deutschen Wetterdienstes in der US-Zone“ gehörte. Als Folge der Bombardierung der Wasserkuppe im Jahr 1944 wurden vom 1. März bis 21. September 1945 laut Jenrich keine Wetterdaten auf der Wasserkuppe erhoben.

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