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Rostocker Fußballfans randalieren in ICE - Krawallpärchen in Fulda aus Zug geschmissen

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Von: Leon Schmitt

Mehrere Rostocker Fußballfans haben nach dem Auswärtsspiel in Sandhausen im ICE randaliert. Die Bundespolizei musste eingreifen.
Mehrere Rostocker Fußballfans haben nach dem Auswärtsspiel in Sandhausen im ICE randaliert. Die Bundespolizei musste eingreifen. © Bundespolizei

Rostocker Fußballfans haben am Samstagabend für heftigen Ärger in einem ICE gesorgt. Die Polizei hat mehrere Personen festgenommen und dabei auch Pfefferspray eingesetzt.

Kassel/Fulda - Eigentlich hatten die Fans des FC Hansa Rostock am Samstag Grund zur Freude. Ihre Mannschaft hat mit einem 1:0-Auswärtssieg beim SV Sandhausen drei Punkte in der 2. Bundesliga ergattert. Auf der Rückreise nach Rostock kam es allerdings zu Ausschreitungen im ICE, berichtet die Polizei am Montag.

Demnach soll eine Gruppe betrunkener Rostock-Fans das Zugpersonal bedroht und beleidigt haben. „Aufgeheizt hatte sich die Lage offensichtlich, als die Zugbegleiterin einen schlafenden Fußballfan an die Maskenpflicht erinnerte“, heißt es in dem Bericht der Bundespolizei. (Lesen Sie auch: Fulda: Mann betrinkt sich in ICE und sackt zusammen - mehr als 2 Promille)

2. Bundesliga: Rostock-Fans randalieren im ICE - Pfefferspray-Einsatz und Festnahmen

Wegen ihres Verhaltens sollten insgesamt vier Rostocker aus dem ICE geworfen werden. Zur Unterstützung verständigte der Zugchef die Bundespolizei. „Beim Halt in Kassel-Wilhelmshöhe kam es bei der Identitätsfeststellung der vier Tatverdächtigen zu Widerstandshandlungen und Drohungen gegenüber den Polizeikräften“, berichten die Beamten.

Weitere Anhänger aus der Fanszene solidarisierten sich mit den Unruhestiftern und drohten ebenfalls der Polizei. Durch den Einsatz von Pfefferspray und die Unterstützung weiterer Streifen der Landespolizei konnten die polizeilichen Maßnahmen dann störungsfrei weitergeführt werden.

Laut Bundespolizei wurden neun der randalierenden Fußballfans vorläufig festgenommen. Drei aus der Gruppe mussten nach dem Einsatz von Pfefferspray ärztlich versorgt werden. Nach den polizeilichen Maßnahmen kamen die Rostocker Fans wieder frei und konnten ihre Heimreise mit einem anderem ICE fortsetzen.

Rostocker Krawallpärchen muss Zug in Fulda verlassen

Zuvor hatten andere Rostocker Fußballfans bereits im Bahnhof Fulda für einen Polizeieinsatz gesorgt. Ein Pärchen hatte laut Bundespolizei Ärger im Bordbistro des ICE gemacht. Auch hier sollten die Fahrgäste den Zug verlassen. „Erst nach dem Einsatz von Beamten des Bundespolizeireviers Fulda kamen beide schlussendlich der Aufforderung nach“, heißt es.

Nach den polizeilichen Maßnahmen kam das Pärchen wieder frei. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und gegen alle Beteiligten ein Strafverfahren eingeleitet.

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