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Einwegschutz für Sitz und Schaltknauf: Autohäuser treffen Schutzmaßnahmen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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FULDA - Auch die Autohäuser in der Region dürfen ihre Türen am Montag wieder für die Kunden öffnen. Um Schutz für Personal und Kunden zu gewährleisten, wird es jedoch besondere Hygienemaßnahmen geben.

Von Tobias Farnung und Alina Hoßfeld

„Wir haben nun drei Tage Zeit, die Wiedereröffnung unseres Autohauses vorzubereiten“, sagt Helmut Sorg, Inhaber der Fuldaer Sorg-Gruppe. Die Werkstatt des Ford-, Jaguar- und Land-Rover-Händlers wird ab Montag wieder Volllast fahren, das Verkaufsteam wird zur Hälfte im Einsatz sein. „Wir freuen uns sehr auf Montag“, so der 78-Jährige.

Oberste Priorität hat dabei das Thema Hygiene und Gesundheit. „Wir haben für alle Mitarbeiter auswaschbare Schutzmasken für Mund und Nase bereits hier“, sagt der Unternehmer. Für die Kunden sind Einwegmasken bestellt, eine Glasscheibe – ebenfalls bestellt, aber noch nicht eingetroffen – wird beim Beratungsgespräch vorübergehend den Verkäufer vom Interessenten trennen. Dazu gibt es Desinfektionsmittel für jeden Kunden. Die Büros der Verwaltung werden nur mit jeweils einer Person besetzt sein.

Probefahrten sind Herausforderung

Eine weitere Herausforderung ist das Thema Probefahrten: „Diese finden bis auf weiteres ohne Verkäufer statt“, sagt Sorg. Und um bei der Probefahrt auch innerhalb des Fahrzeuges dem Virus möglichst wenig Chancen auf Weiterverbreitung zu bieten, plant das Sorg-Team, Lenkrad, Schaltknauf und Sitz mit einem Einwegschutz zu versehen. Dabei handelt es sich um Ummantelungen, wie sie in der Werkstatt tagtäglich verwendet werden, um Kundenfahrzeuge vor Schmutz zu schützen.

Auch das Autohaus Krämer in der Frankfurter Straße in Fulda wird am Montag wieder öffnen. „Wir begrüßen die Entscheidung sehr. Es ist ein Schritt zurück in Richtung Normalität. Und wir haben genug Zeit, die Maßnahmen bis Montag durchzusetzen“, sagt der Inhaber, Kreishandwerksmeister Thorsten Krämer. Im Autohaus werden Abstandszonen eingerichtet.

Für Verkaufsgespräche werden seperate Büros genutzt – so soll auch hier der Abstand gewahrt werden. Zudem wird es Desinfektionsmittel für Kunden und Mitarbeiter geben. „Schon bevor wir das Autohaus schließen mussten, haben wir einige Maßnahmen ergriffen, um Kunden und Mitarbeiter zu schützen. Wir liefern kontaktlos aus und arbeiten viel online. Das bleibt natürlich bestehen. Jetzt sind wir aber auch wieder als Ansprechpartner vor Ort verfügbar“, sagt Krämer.

Zulassungsstelle arbeitet im Notbetrieb

Bleibt die Frage: Können Fahrzeuge ab kommender Woche auch wieder regulär angemeldet werden? „Die Zulassungsstelle arbeitet derzeit im Notbetrieb. Das bedeutet, dass Termine vereinbart werden können. Momentan wird überlegt die Öffnungszeiten der Zulassungsstelle auszuweiten. Ein endgültiger Beschluss steht allerdings noch nicht fest“, erklärt die Sprecherin des Landkreis, Leoni Rehnert.

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