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Von Erweiterung bis zum Neubau: Rhöner Kommunen müssen in Kindergärten investieren

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Rhön - Mit Ausnahme der Stadt Tann müssen alle Rhöner Kommunen im neuen Jahr in die Kinderbetreuung investieren. In Poppenhausen, Gersfeld und Dipperz entstehen neue Kitas. In Wüstensachsen, Langenbieber, Thalau und Eckweisbach wird erweitert.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Um die steigende Nachfrage nach Betreuungsangeboten befriedigen zu können, müssen die Kommunen aktiv werden und dafür viel Geld investieren. Allein in der Rhön sind es weit mehr als zehn Millionen Euro.

Am weitesten ist Poppenhausen: Dort wird der neue zweigruppige Kindergarten Rhön Kinderhaus nach nur neunmonatiger Bauzeit am 12. Januar eingeweiht. Die Kosten beziffert Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU) mit 2,1 bis maximal 2,2 Millionen Euro. Erwartet wird eine Förderung von insgesamt 1,26 Millionen Euro. Zusätzlich wird die Gemeinde noch Geld für die katholischen Kita in der Ortsmitte zur Verfügung stellen, um das Gebäude zu sanieren. Zusammen mit dem Kreis werden 220.000 Euro dort ausgegeben.

Gersfeld und Ehrenberg wollen Kita 2021 eröffnen

So weit ist die Stadt Gersfeld noch nicht. Bei einer Bürgerversammlung im November hat Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU) die Planungen vorgestellt. Neben dem evangelischen Kindergarten soll ein neues Gebäude entstehen. Vorgesehen sind vier Gruppenräume. Die Kosten sollen rund drei Millionen Euro betragen, wovon eine Förderung von 1,2 Millionen Euro erwartet wird. Wenn alles optimal verlaufe, können die Bauarbeiten bis zum Sommer beginnen und die Kita Mitte 2021 eröffnet werden, sagte Korell.

Das ist auch das zeitliche Ziel der Gemeinde Ehrenberg. Dort werden an die bestehende Kita drei Gruppenräume angebaut, damit der Betreuungsbedarf gedeckt werden kann. In diesem Jahr werden 725.000 Euro und im kommenden 1,1 Millionen Euro ausgegeben. Noch unklar ist, welche Förderung die Gemeinde Ehrenberg erhält.

700.000 Euro für Ebersburg

Rund 900.000 Euro investiert Hofbieber in die Erweiterung des Kindergartens im Ortsteil Langenbieber. In diesem Jahr soll mit den Arbeiten begonnen werden. Ziel ist es, alle Anfragen von Eltern befriedigen zu können. „Die Gemeinde will gerüstet sein“, sagte Bürgermeister Markus Röder (parteilos) bei der Vorstellung des Konzeptes. Hofbieber rechnet aufgrund der neuen Baugebiete in den kommenden Jahren mit zusätzlichen Kindern, die betreut werden müssen.

Mit einer steigenden Zahl an Kindern rechnet auch die Gemeinde Ebersburg. Deswegen wird die Kita in Thalau erweitert. Im kürzlich verabschiedeten Haushaltsplan 2020 sind dafür 700.000 Euro vorgesehen. Derzeit behilft sich die Einrichtung mit einer Containerlösung, damit alle Kinder betreut werden können.

Größte Investition in Hilders’ Haushaltsplan

Welches Modell Dipperz verfolgt, steht noch nicht fest. Klar ist nur, dass etwas geschehen muss. Denn eine Kindergartengruppe darf derzeit nur mit einer Sondergenehmigung betrieben werden. Geplant ist ein Neubau auf einer Fläche am Kreisel, die aber noch nicht im Besitz der Gemeinde ist. Mitte Januar sollen die Verhandlungen abgeschlossen sein. Unklar ist auch noch, ob zwei- oder dreigruppig gebaut wird. Davon ist auch die Investitionssumme abhängig.

In Hilders sind für einen Anbau an den Kindergarten in Eckweisbach in diesem Jahr 390.000 Euro eingeplant. In Hilders ist es die größte Investition im aktuellen Haushaltsplan. Zusätzlich sind noch rund 90.000 Euro zur Verbesserung im Kindergarten Hilders vorgesehen.

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