Foto: Sebastian Kircher

In der Esperantohalle steigt ein Gottesdienst – mit 1400 Jugendlichen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - 800 junge Menschen haben im Mai beim ersten Base-Jugendgottesdienst in Fulda im S-Club gefeiert. Das soll nun getoppt werden: Am 4. November findet dieser besondere Gottesdienst im Esperanto statt.

Björn Hirsch kann es immer noch nicht fassen, was im Mai in Fulda abgelaufen ist. „Ein Gottesdienst, für den Jugendliche Schlange stehen, und bei dem es so voll ist, dass wir sogar 300 Personen heimschicken mussten – das hat die Stadt wohl noch nie erlebt“, sagt der Pastoralreferent der Innenstadtpfarrei.

Weil es im S-Club in der Rangstraße zu klein für den Gottesdienst wurde, findet er nun im Esperanto statt. Hinter der Veranstaltung steht das Team des Netzwerks „All for One“ („Alle für einen“). Dies ist ein Zusammenschluss von mehreren christlichen Gemeinden – die katholische Innenstadtpfarrei etwa, aber auch viele evangelische Freikirchen.

Ein Ziel ist, die christlichen Gemeinschaften zusammenzuführen. „Nicht im Sinne eines Einheitsbreis, in dem von oben vorgeschrieben wird, was Christsein bedeutet“, erklärt Hirsch. Vielmehr solle den Gemeinden bewusst werden, dass sie alle an das Gleiche glauben, die selben Werte teilen und nach dem Vorbild Jesu handeln wollen.

Ein weiteres Ziel von „All for One“ ist es, Kirche für junge Menschen zu machen. Das geschieht mit Gebet und Lobpreis, Konzertfahrten, Glaubenskursen und eben dem Jugendgottesdienst. „Die Veranstaltungen sollen an neutralen Orten stattfinden – denn mit Kirche verbinden die Jugendlichen meist wenig Positives“, sagt der 33-Jährige. Der Glaubenskurs wird deshalb in der Kneipe Löwe gemacht, der Gottesdienst in sonst profanen Orten wie dem S-Club oder dem Esperanto.

Was dort am 4. November steigt, solle man nicht mit einer Heiligen Messe vergleichen, sondern mehr mit einem Wortgottesdienst, meint der studierte Theologe Hirsch: „Es gibt Gesang, Gebete und eine Lichtshow, eine christliche Band spielt, ein DJ legt auf und ein Pastor predigt“, erklärt Hirsch. Die Angebote von „All for One“ richten sich an 16- bis 35-Jährige.

„Beim Jugendgottesdienst im S-Club waren aber vor allem Teenager.“ Ins Esperanto passen 1400 Personen. „Die Halle kriegen wir voll“, ist er überzeugt. Einen ausführlicheren Bericht lesen Sie in der Montags-/Dienstagsausgabe der Fuldaer Zeitung sowie im E-Paper. / kir

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