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Etatplan: Poppenhausen tätigt 2020 Investitionen in Höhe von 2,1 Millionen Euro

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Poppenhausen - Investitionen in Höhe von 2,1 Millionen Euro, eine Netto-Neuverschuldung von 420.000 Euro und ein Überschuss im Ergebnishaushalt von 81.000 Euro kennzeichnen den Etatplan der Gemeinde Poppenhausen. Bürgermeister Manfred Helfrich (CDU) stellte das Zahlenwerk den Gemeindevertretern vor.

Von unserem Redaktionsmitglied Rainer Ickler

Bei den Investitionen stehen der erste Abschnitt des Kläranlagen-Neubaus mit 700 000 Euro an vorderster Stelle, gefolgt von den Restzahlungen für die Kita Rhönkinderhaus mit 650.000 Euro und schließlich die Sanierung des Zeltplatzes Strutt oberhalb von Tränkhof. Der Zuwendungsbescheid der EU in Höhe von 165.000 Euro sei eingetroffen, sodass im neuen Jahr mit den Arbeiten begonnen werden könne.

Die Gesamtkosten beziffert der Bürgermeister auf rund 285.000 Euro. Weitere Baugebiete werden in Poppenhausen ausgewiesen. 300 000 Euro sind für die Erschließung des Gebietes Maulkuppenstraße II eingeplant. „Die Sanierung und Optimierung der katholischen Kindertagesstätte konnte 2019 nicht mehr erfolgen. Die politische Gemeinde und der Landkreis stellen im neuen Jahr 220.000 Euro dafür zur Verfügung“, sagte er.

„Diszipliniertes Ausgabeverhalten“

Diese ambitionierten Investitionen können nur mit einem „disziplinierten Ausgabeverhalten gestemmt werden“, sagte der Rathauschef. Zudem müssten Kredite in Höhe von 425 000 Euro aufgenommen werden. Denn bei den Einnahmen hat Poppenhausen nach Angaben von Helfrich lediglich beim Einkommensteueranteil ein Plus von 31.000 Euro zu erwarten, dazu kommen noch geplante Einnahmen aus dem Verkauf des Grundstückes Steinwiesen (350.000 Euro).

Bei der Gewerbesteuer und bei den Schlüsselzuweisungen des Landes rechnet der Bürgermeister im Jahr 2020 mit einem geringeren Minus im Vergleich zum Vorjahr. Dafür erhöhen sich die Ausgaben: Die Kreis- und Schulumlage steigt um 112.000 Euro, und auch die Personalausgaben werden um 174 000 Euro höher ausfallen als 2019.

Kita-Kosten „gut angelegtes Geld“

Aufgrund des neuen Kindergarten-Fördergesetzes und der neuen Kita müssen zusätzliche Erzieherinnen eingestellt werden. Helfrich rechnete vor, dass mittlerweile 40 Prozent der gesamten Personalkosten in den Kindergartenbereich fließen. Auch der Fehlbetrag, den die Kitas verursachen, steigt auf 466.000 Euro, sagte Helfrich. Dies sei aber gut angelegtes Geld.

Kritik äußerte der Bürgermeister am Land Hessen, das die ländlichen Gemeinden mit zu wenig finanziellen Mitteln ausstattet. „Dies untergräbt unserer Zukunftsfähigkeit.“ Er bezieht sich auf eine Prüfung des Landesrechnungshofes, wonach die Landgemeinden besser finanziell ausgestattet werden müssten, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können.

„Wenn im Saldo der Erträge und Aufwendungen im Gemeindehaushalt 2020 trotzdem ein Überschuss in Höhe von 81.658 Euro ausgewiesen werden kann, belegt dies ein diszipliniertes und verantwortungsbewusstes Ausgabeverhalten“, sagte Helfrich.

Etat-Entwurf in Zahlen

Ergebnishaushalt:

Erträge: 5,65 Mio. (2019: 5,34 Mio.) Aufwendungen: 5,57 Mio. (5,06 Mio.) Überschuss: 81.600 (276.000)

Finanzhaushalt

Einzahlungen: 1,55 Mio. (2,28 Mio.) Auszahlungen: 2,16 Mio. (2,37 Mio.) Fehlbedarf: 606.000 (89.000) Investitionen: 2,16 Mio. (2,3 Mio.)

Schulden

zum 31. Dezember 2020: 1,7 Mio. zum 31. Dezember 2019: 1,29 Mio.

Erträge

Einkommensteuer: 1,24 Mio. (1, 21 Mio.) Gewerbesteuer: 875.000 (950.000) Schlüsselzuweisung: 837.000 (883.000)

Aufwendungen

Personalkosten: 1,48 Mio. (1,31 Mio.) Kreis- und Schulumlage: 1,65 Mio. (1,54 Mio.)

Größte Projekte 2020

Neubau Kindergarten: 650.000 Neubau Kläranlage, 1. Bauabschnitt: 700.000 Sanierung Zeltplatz Strutt: 285.000

Alle Angaben in Euro, Quelle: Gemeindeverwaltung Poppenhausen

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