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Im Fall der Corona-Zuspitzung: Klinikum Fulda kann maximal 60 Beatmungsplätze anbieten

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Viele fragen sich, ob die Situation in Italien auf Deutschland übertragbar ist – wir wissen es nicht. Aber was wir wissen: Wir haben mehr Intensivbetten als Italien. Das schreibt der Infektiologie am Klinikum, Dr. Carsten Schmidt, in seiner Kolumne für die Fuldaer Zeitung.

„Deutschlandweit gibt es circa 27.000 Intensivbetten. Bei 80 Millionen Menschen macht das rein rechnerisch ein Intensivbett für 3000 Menschen. In Italien, wo 60 Millionen leben, kommen mehr als 10.000 Menschen auf ein Intensivbett.

Die Kapazität ist in Deutschland also dreimal so hoch – das kann ein Vorteil sein, sollte sich die Lage zuspitzen. Am Klinikum Fulda könnten wir maximal 60 Beatmungsplätze anbieten, die allerdings in der Regel gut belegt sind von Patienten mit Herzinfarkt, Schlaganfall und anderen schweren Erkrankungen.

Zwei COVID-19-Patienten behandeln wir derzeit stationär. Beide sind auf einer Normalstation in einem Isolationszimmer untergebracht. 80 Prozent der Corona-Erkrankten werden von niedergelassenen Ärzten betreut, weil die Krankheit bei vielen eher mild abläuft.

Die entscheidende Frage ist: Können wir die Ausbreitung verlangsamen? Das ist nötig. Denn wenn zu viele Patienten auf einmal Hilfe brauchen, kommen wir an die Grenze. Deshalb ist es wichtig, Sozialkontakte weitgehend zu vermeiden. Darum haben wir am Klinikum auch ein Besuchsverbot ausgesprochen.“

Ab sofort lesen Sie in dieser Kolumne wiederkehrend Einschätzungen der aktuellen Situation des Leiters der Infektiologie am Klinikum, Dr. Carsten Schmidt, sowie des Fuldaer Klinikum-Vorstands Dr. Thomas Menzel.

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