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Der Fall der von drei Kliniken abgelehnten Patientin beschäftigt viele Menschen in Osthessen

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda - Keine der drei Krankenhäuser im Kreis Fulda konnte die Dialyse-Patientin aufnehmen. Die Kliniken waren alle komplett belegt. Der Fall der Frau, die am vergangenen Wochenende weder im Klinikum Fulda, noch im Herz-Jesu-Krankenhaus und im Helios Hünfeld aufgenommen werden konnte, beschäftigt viele Leser.

„Herzlichen willkommen im aktuellen Gesundheitssystem“, kommentiert zum Beispiel eine Userin auf Facebook. Und ein anderer Nutzer meint: „Eine Abmeldung der Zentralen Notaufnahme (ZNA) des Klinikums Fulda ist eine seltene Ausnahme, die aber viermal die Woche vorkommt.“

Selten abgemeldet? „Guter Witz“, meint ein anderer. „Das ist jeden Tag abgemeldet.“ Und wieder eine andere Userin erklärt: „Schickt das doch mal dem Herrn Spahn – es sind alle Krankenhäuser auf eine Epidemie vorbereitet. Das war in den Nachrichten.“

Fachlich gut informiert

Andere User zeigen sich wiederum fachlich gut informiert. „Notfallversorgung und stationäre Abmeldung sind zwei paar Schuhe“, betont ein Nutzer. Darauf, dass die ZNA auch bei nicht mehr vorhandener Bettenkapazität jederzeit angefahren werden kann, weist eine weitere Facebook-Nutzerin hin.

„Denn die Klinik hat als Maximalversorger den Versorgungsauftrag“, schreibt sie. „Und darum kann die ZNA auch nicht einfach mal so abgemeldet werden. Und versorgen tut die Klinik immer – nur halt nicht unbedingt aufnehmen. Das steht aber auf einem anderen Blatt Papier.“

Ursachensuche

Eine dritte Gruppe von Usern versucht sich an der Erklärung, warum es zu den Engpässen kommt. „Ich denke, dass die Bettenkapazität in den Krankenhäusern vorhanden ist“, meint eine Nutzerin. Vielmehr sei der Personalmangel für solche Probleme ausschlaggebend.

Ein anderer Facebook-Nutzer meint, dass es auch daran liegen könnte, dass mitnichten nur echte Notfälle die Notaufnahme aufsuchen würden. „Kein Wunder, wenn manche Mitbürger wegen Lappalien unbedingt ins Krankenhaus müssen und somit Plätze für richtige Patienten belegen“, schreibt er zu unangenehmen Situation für die Dialyse-Patientin. / sar

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