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Mann raucht Zigarillo im ICE und geht auf Polizisten los

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Bundespolizisten bei der Kontrolle in einem ICE-Zug (Symbolbild)
Ein 65-Jähriger hat im ICE einen Zigarillo geraucht und so einen Polizei-Einsatz ausgelöst. (Symbolbild) © Martin Schutt/dpa

Weil ein 65-Jähriger in einem ICE verbotenerweise einen Zigarillo geraucht hat, ist es am Donnerstag im Bahnhof Flieden (Kreis Fulda) zu einem Polizei-Einsatz gekommen. Zwei Beamte wurden dabei verletzt.

Flieden - Der Wohnsitzlose war auf dem Weg in Richtung Stuttgart. In einem Zugabteil rauchte der Mann einen Zigarillo und belästigte zudem weitere Fahrgäste, teilte die Bundespolizei mit. Der mehrfachen Aufforderung des Bordpersonals, das Rauchen einzustellen, kam der Mann nicht nach.

Der uneinsichtige Fahrgast sollte wegen seines Verhaltens von der Weiterfahrt ausgeschlossen werden. Deswegen stoppte der Zug außerplanmäßig in Flieden. Beim Einsatz der Beamten vom Bundespolizeirevier Fulda verhielt sich der 65-Jährige „äußerst aggressiv und uneinsichtig“, so die Polizei.

Fulda: Mann raucht Zigarillo im ICE und geht auf Polizisten los

Der Mann trat und schubste die Ordnungshüter. Diese erlitten durch die Attacken Prellungen und Hautabschürfungen. Zudem ging die Brille einer Beamtin zu Bruch. Schlussendlich überwältigten die Bundespolizisten den Störenfried und legten ihm Handfesseln an. Ihren Dienst konnten die Polizisten fortsetzen. (Lesen Sie hier: Keine Maske, keine Fahrkarte: 29-Jährige bespuckt Polizisten und bedroht Zugbegleiter)

Wegen des Vorfalles hatte der Zug rund 30 Minuten Verspätung. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat gegen den Mann unter anderem ein Strafverfahren wegen eines „Tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte“ sowie ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Nichtraucherschutzgesetz eingeleitet. Nach den polizeilichen Maßnahmen kam der 65-Jährige wieder frei. (ah)

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