Zu einem rätselhaften, ungewöhnlichen Fischsterben ist es in der Teichanlage Am Polder in der Fulda-Aue gekommen.
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Zu einem rätselhaften, ungewöhnlichen Fischsterben ist es in der Teichanlage Am Polder in der Fulda-Aue gekommen.

Große Hechte und Karpfen tot

„Da ist was faul“: Feuerwehr nach rätselhaftem Fischsterben in der Fulda-Aue im Pump-Einsatz

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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Rätselhaftes, ungewöhnliches Fischsterben in der Teichanlage Am Polder in der Fulda-Aue: Der Angelsportverein Fulda entdeckte mehrere große tote Hechte und Karpfen in dem Gewässer am Wasserspielplatz. Seit Sonntagmittag pumpt nun die Feuerwehr Fulda-Wasser in den Teich.

Fulda - Stefan Krings, Vorsitzender im Angelsportverein Fulda, zeigte sich am Sonntagabend gegenüber der Fuldaer Zeitung alarmiert: „Am Samstagabend hatte ein Vereinskollege in der Teichanlage Am Polder mehrere tote Fische gesichtet. Daraufhin hat Gewässerwart Peter Richard die Sauerstoffsättigung dort gemessen.“

Feuerwehr nach rätselhaftem Fischsterben in der Fulda-Aue im Pump-Einsatz

Laut Krings sei bereits ein Wert von 3 Milligramm Sauerstoff pro Liter Wasser kritisch. Im Polder sei allerdings ein weitaus geringerer Wert gemessen worden: 0,5 mg Sauerstoff/Liter Wasser. „Wir haben mehrere tote Hechte und Karpfen sowie einige Weißfische aus dem Teich geholt“, berichtete der Vorsitzende des Angelsportvereins.

Der größte tote Hecht sei 80 Zentimeter lang gewesen, der dickste tote Karpfen etwa fünf, sechs Kilogramm schwer. „Da werden noch mehr tote Fische am Grund liegen“, befürchtet Krings. „Wir haben etliche Fische beobachtet – darunter auch Aale –, die in Schnappatmung apathisch im flachen Wasser lagen. Die hätten wir leicht mit der Hand fangen können. Das sind klare Zeichen dafür, dass irgendetwas faul ist.“

Der Angelsportverein und die Feuerwehr holten mehrere große, tote Hechte und Karpfen aus dem Wasser.

Neben der Feuerwehr informierte der Angelsportverein deshalb auch die Wasserbehörde. Diese nahm noch am Sonntagmorgen eine Wasserprobe, um zu prüfen, ob eventuell Schadstoffe in den etwa Fußballplatz-großen und im Schnitt zwei Meter tiefen Teich eingeleitet worden sind, die zum Fischsterben geführt haben könnten.

Krings sprach von einem im November „absolut ungewöhnlichen Vorfall“ in dem auch als Hochwasserrückhaltebecken genutzten Gewässer. „Dass zu wenig Sauerstoff im Aueweiher ist, ist im Sommer ja schon fast normal, aber nicht im Herbst“, erklärt der Vorsitzende des Angelsportvereins. Je kälter das Wasser ist, desto mehr Sauerstoff kann nämlich darin gelöst werden.

Noch am späten Sonntagabend sollte eine erneute Messung des Sauerstoffgehalts vorgenommen werden, um zu entscheiden, ob und wie lange das Frischwasser-Einpumpen durch die Feuerwehr Fulda noch fortgesetzt wird. Mit den Ergebnisse der Proben durch die Wasserbehörde sei erst ab Mitte nächster Woche zu rechnen.

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