Die Ranger in Hessen (von links): Jan Knittel, Arnold Will, Georg Sauer, Hubert Heger, Hubert Stumpf, Joachim Walter und Michael Müller.
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Die Ranger in Hessen (von links): Jan Knittel, Arnold Will, Georg Sauer, Hubert Heger, Hubert Stumpf, Joachim Walter und Michael Müller.

Führungen wieder möglich

Neuer Film gibt Einblick in die Arbeit der Hessischen Ranger im Unesco-Biosphärenreservat Rhön

  • Sebastian Reichert
    vonSebastian Reichert
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Ranger sorgen weltweit in Naturreservaten für den Schutz von Pflanzen und Tieren und werben für einen nachhaltigen Umgang mit der Natur – so auch im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Wie vielfältig die Aufgaben der Ranger sind, zeigt ein neuer Film, den der Landkreis Fulda veröffentlicht hat.

Hilders - Auf die wichtige Arbeit der Ranger für den Schutz des Natur-und Kulturerbes auf der ganzen Erde wird jedes Jahr am 31. Juli aufmerksam gemacht. Am World Ranger Day wird vor allem auch jener Ranger gedacht, die während ihrer Arbeit verletzt oder sogar getötet wurden.

Nach Angaben der Naturschutzorganisation WWF verlieren jährlich mehr als 100 Ranger im Einsatz ihr Leben. Vor allem in Afrika ist der Beruf gefährlich –hier gehören Schusswaffen zur Dienstausrüstung. Besonders gefährlich ist der Beruf im Unesco-Biosphärenreservat Rhön zum Glück nicht. Doch auch hier ist die Arbeit der Ranger für den Erhalt der Schutzgebiete unerlässlich.

Ihr Aufgabengebiet ist vielfältig: Die Markierung und Kontrolle von Schutzgebieten sowie die Mitarbeit bei Artenschutz-und Monitoringprojekten gehören ebenso dazu wie Landschaftspflege, Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. Besucher werden von den Rangern durch die Schutzgebiete geführt, und Kinder und Jugendliche setzen sich in Junior-Ranger-Gruppen mit den Themen Naturschutz und Nachhaltigkeit auseinander.

In der Hessischen Rhön sind die kostenfreien Ranger-Führungen, die normalerweise von April bis Oktober jeden Freitag um 14 Uhr stattfinden, besonders beliebt. Aufgrund der Corona-Pandemie konnten 2020 bis Anfang August keine Führungen stattfinden. Unter besonderen Auflagen konnten diese wieder am 7. August starten.

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt, und auch in der freien Natur muss die Wahrung des Mindestabstands gewährleistet sein. Zur Sicherheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und der Ranger sind daher einige Ziele aus dem Programm genommen worden. Zudem werden Teilnehmende gebeten, einen Mund-Nasen-Schutz für kritische Bereiche mitzuführen.

Anders als bisher ist eine Anmeldung zu den Führungen unter Angabe von Name und Telefonnummer erforderlich: jeweils bis spätestens donnerstags, 16 Uhr, telefonisch unter (0661) 6006 7800 oder per E-Mail an info@br-rhoen.de. Die Führungen sind kostenfrei und auch für Familien mit Kindern geeignet. Festes Schuhwerk ist erforderlich, für Verpflegung ist selbst zu sorgen.

Das sind die Termine für die nächsten Ranger-Führungen:

DatumOrtTreffpunkt
21. AugustAuersbergParkplatz Köpfchen, Hilders
28. AugustSimmelsbergParkplatz Simmelsberghütte, Gersfeld
4. SeptemberKaskadenschluchtParkplatz Kaskadenschlucht, Ortsteil Sandberg
11. SeptemberRitterschluchtHaupteingang Biosphärenreservat-Verwaltungsstelle (Marienstraße 13, Hilders)
18. September StallbergParkplatz Stallberg, Hünfeld

Danach stehen noch weitere Ranger-Führungen am 25. September (Wasserkuppe, Groenhoff-Haus, Wasserkuppe), am 2. Oktober (Dreienberg, Wanderparkplatz zw. Motzfeld u. Friedewald), 9. Oktober (Ulmenstein, Parkplatz Ulmenstein, Nüsttal-Hofaschenbach), am 16. Oktober (Weinberg, Parkplatz Weinberg an den Linden/JVA, Hünfeld), und am 30 Oktober (Buchschirm, Parkplatz am Thomas-Morus-Haus, Hilders) an.

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