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Finanzierung für die Wildpark-Erweiterung in Gersfeld ist noch unklar

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Gersfeld - Die Idee ist nun etwas mehr als zwei Jahre alt: Die Stadt Gersfeld will ihren Wildpark erweitern, größere Tierarten dort unterbringen und mit dem Biosphärenreservat kooperieren. Doch vieles ist noch unklar – vor allem die Finanzierung..

Von unserem Redaktionsmitglied Jessica Vey

„Der Wildpark hat großes Potenzial, das nicht vollends ausgeschöpft wird“, das sagte Bürgermeister Dr. Steffen Korell (CDU) vor einem Jahr, als er unserer Zeitung von den Ergebnissen berichtete, die zusammen mit einem Planungsbüro erarbeitet wurden. Das Ziel klingt ambitioniert: Die Besucherzahl im Wildpark, die jährlich bei 60.000 liegt, soll verdoppelt werden.

Die Ideenliste, wie das gelingen soll, ist lang. Der Eingangsbereich und einige Gebäude sollen umgestaltet werden, ein grünes Klassenzimmer für Umweltbildung, in dem das Biosphärenreservat tätig werden kann, soll entstehen, ebenso wie ein Bauernhof mit Übernachtungsmöglichkeit. Auch größere Tierarten wie Wölfe und Luchse könnten in den Park einziehen, der aktuell circa 150 Tiere 24 verschiedener Arten beherbergt.

Komplett neues Konzept?

Dafür soll die Gesamtfläche inklusive der Parkplätze vergrößert werden. Der Anlass für die Überlegungen war die Investition in die Teiche im Park, die aufwendig entschlammt worden sind. „Wenn wir ohnehin so viel Geld ausgeben, sollten wir das Beste daraus machen und über ein komplett neues Konzept nachdenken“, erklärte Korell vor einem Jahr.

Jetzt gibt er auf Nachfrage unserer Zeitung zu: „Das Projekt hat leider etwas gelegen. Es muss aktuell hinter dem Kindergarten-Neubau und dem Wasserbauprogramm anstehen.“ Diese hätten für Gersfeld momentan Priorität.

„Jedes Fördertöpfchen anzapfen“

Doch diese Woche stehe ein Gespräch mit dem Landkreis an, bei dem das Thema Finanzierung angesprochen werden soll. Der Kreis hat schon länger eine finanzielle Unterstützung zugesagt, sich aber zu Zahlen noch nicht geäußert. Hier hatte der Kreis darauf verwiesen, dass zuerst eine konkrete Planung und Kostenschätzung vorliegen müssten.

Die klamme Stadt Gersfeld könnte eine Wildpark-Erweiterung nie allein stemmen, das machte Korell bereits vor zwei Jahren klar. Die Maßnahmen sollten beim IKEK-Programm angemeldet werden, doch da „sind die Förderbedingungen zu eng“, erläutert er jetzt. Doch der Bürgermeister erklärt, er hoffe auch auf Wiesbaden.

„Die hiesigen Landesvertreter wissen von dem Projekt, und ich hoffe da auf Unterstützung“, sagt Korell. Immerhin habe der Wildpark eine große Bedeutung weit über Gersfeld hinaus und bringe Wertschöpfung in die Region. „Wir werden jedes Fördertöpfchen anzapfen.“

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