Fotos: Hartmut Zimmermann, Juchheim-Börner

Firma Juchheim-Börner verlässt Fulda und zieht nach Burghaun

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda/Burghaun - Bei der Juchheim-Börner GmbH gibt es Veränderungen: Nicht nur die Gesellschafterstruktur verändert sich. Das Unternehmen, das Fenster und Türen herstellt, teilt am Mittwoch außerdem mit, dass es umziehen wird: von Fulda nach Burghaun-Steinbach.

Die Firma Juchheim-Börner GmbH mit ihren 61 Mitarbeitern wird Fulda verlassen und Ende 2020 nach Burghaun-Steinbach umziehen. Das teilt das Unternehmen am Mittwoch in einer Pressemitteilung mit.

Hintergrund ist ein Wechsel in der Gesellschafterstruktur: 2002 ist die Juchheim-Börner GmbH aus der Fusion der Juchheim FERO-Türbau und dem Bad Hersfelder Fensterbaubetrieb Börner entstanden. Aktuelle Gesellschafter sind Bernhard und Michael Juchheim sowie Georg Börner.

Michael Juchheim und Georg Börner geben Anteile ab

Zum 1. Januar 2020 geben Michael Juchheim und Georg Börner ihre Anteile komplett ab, Bernhard Juchheim wird Minderheitsgesellschafter, schreibt das Unternehmen. Neue Mehrheitsgesellschafter werden der derzeitige Juchheim-Börner-Geschäftsführer Reiner Dräger und Felix Heimroth aus Burghaun.

Das Unternehmen versichert: Die 61 Arbeitsplätze sind von dieser Umstrukturierung nicht betroffen.

Umzug nach Burghaun-Steinbach

Der Geschäftsbetrieb soll Ende 2020 nach Burghaun-Steinbach umziehen. Dort wurde von den neuen Hauptgesellschaftern eine leerstehende Gewerbeimmobilie erworben, heißt es weiter.

Zur Begründung schreibt das Unternehmen: „Auf Basis einer strategischen Neuorientierung werden sich die bisherigen Hauptgesellschafter Bernhard und Michael Juchheim verstärkt auf das Kerngeschäft der JUMO GmbH & Co. KG mit industrieller Mess- und Automatisierungstechnik konzentrieren.“

Diese Neuausrichtung sei notwendig, da mit der Digitalisierung die Herausforderungen für diesen Bereich stark steigen und Ressourcen deshalb sinnvoll gebündelt werden müssten.

Konkurrenzdruck insbesondere aus Polen

Gleichzeitig sei das Ziel gewesen, eine zukunftsfeste Lösung für die Juchheim-Börner GmbH zu finden. „Denn auch die Branche der Fenster- und Fassadenhersteller wird sich neu aufstellen müssen, um dem Konkurrenzdruck aus dem europäischen Ausland, insbesondere aus Polen, standzuhalten“, heißt es in der Mitteilung.

Die Auswahl der beiden neuen Gesellschafter begründe sich sowohl durch ökonomische, als auch historische Faktoren. Felix Heimroth ist Enkel von Erich Heimroth, dem Mitgründer der FERO-Türbau GmbH. Reiner Dräger ist langjähriger Mitarbeiter und Geschäftsführer der Juchheim-Börner GmbH. Er habe 2002 maßgeblich zur Fusionierung der Unternehmen Fensterbaubetrieb Börner und FERO-Türbau beigetragen.

Ziel: Zukunft sichern

Das Unternehmen betont: „Ziel der Umstrukturierung war es, die Juchheim-Börner GmbH in sichere Hände abzugeben, um damit sowohl für die langfristige Zukunft des Unternehmens als auch der Mitarbeitenden zu sorgen. Dieses Ziel wird durch die neuen Gesellschafter Felix Heimroth und Reiner Dräger sichergestellt.“

Die Juchheim-Börner GmbH produziert jährlich rund 30.000 Fenster und Türen. Seit 2014 ist Reiner Dräger Geschäftsführer des Unternehmens und wird auch zukünftig die operative Geschäftsführung innehaben. Felix Heimroth wird neuer Geschäftsführer für die Produktion. / jev

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