Fotos: Ralph Leupolt

Florengäßner Brunnenzeche: Narren feiern im ausverkauften Kolpinghaus

  • VonRedaktion Fuldaer Zeitung
    schließen

Fulda - Flotte Sprüche von Oma Fine, wie „Männer macht euch keine Sorgen um eure Bäuche, die heutigen Frauen wissen eh’ nicht mehr was ein Waschbrett ist“ sorgten für Lachsalven. Ebenso begeisterten die Gardetänze, Büttenreden, Gesangseinlagen und die Seitenhiebe auf Hünfeld bei der ersten, von sechs Prunksitzungen der Florengäßner Brunnenzeche im Parkhotel Kolpinghaus.

Von unserem Redaktionsmitglied Anja Trapp

Der Bürgermeister (Vorsitzender) der Brunnenzeche, Klaus Möller versprach gleich zu Beginn den Gästen eine traditionelle, handgemachte Sitzung. Besonders stolz sei er darauf, dass alle Beiträge auf der Bühne von Aktiven aus dem Verein sei. Er wünschte dem Publikum dass sie lachen und feiern sollen – und das konnten sie auch bei dem sechsstündigen Programm.

Das amtierende Brunnenpaar Bettina und Max von Oculi und Globuli (Bettina Koll und Maximilian Traut) wünschte dem Abend einen guten Verlauf und allen Anwesenden viel Spaß. Als Überraschung sang der Vater des Brunnenherrn, der Petersberger Ex-Prinz Michael Traut, über den Brunnenherr, wie er als Kind gewesen war. Was für Emotionen pur beim Brunnenherr sorgte.

Das sich die Brunnenzeche um tänzerischen Nachwuchs keine Sorgen machen muss, bewiesen eindrucksvoll die Lollipos, die mit ihrer Reise um die Welt begeisterten. Sowieso waren die Showtänze echte Hingucker. Egal ob Schnuppbiddel, die den Film Grease wieder zum Leben erweckten, die Hei Höpper zum Thema 80er Jahre mit Mayor Tom und UFO, oder die Schnurrbezel, die als Clwons die Gäste nach Köln enführten. Flott und exakt ließen die Junioren- und Senioren-Tanzgarde ihre Beine über die Bühne wirbeln.

Richard Thonius nahm als Protokoller gekonnt die Weltpolitik und die heimischen Politiker auf die Schippe. Ob Trump, Stadtjubiläum, Landesgartenschau oder die „Großstadt Fulda“, alle bekamen ihr “Fett” weg.

Immer mit einem Augenzwinkern, schilderte Bernd Weber den Mann im Wandel der Zeit, was für viel Gelächter im Saal sorgte. So erzählte er eindrucksvoll, dass der Mann einst “Gottgleich” behandelt wurde, und heute auf dem Boden der Tatsachen angekommen sei. Früher Jäger, heute Einkaufswagenschieber und Tüten-Träger.

Kathi Klar präsentierte als Lehrerin in der Narrenschule ihre Apothekenschüler und plauderte mit ihnen humorvoll drauf los. Marko Ortenzi schaute gut aufgelegt als Türmer von der Stadtpfarrkiche auf das Geschen Fuldas. Als Hausdame im zweiten Jahr unterhielt wieder bestens Aki Elm. Wusste dieser doch so einiges über den Kampf mit den Pfunden und den Haushalt des Brunnenpaares zu berichten.

Sie, pardon er, steht jetzt seit 50 Jahren auf der Bühne: Oma Fine, alias Michael „Didi“ Vogel. Wie kein anderer versteht er es in den Umbauphasen mit seinen flotten Sprüchen die Menschen zu begeistern. Für seine Vorstellungen wurde er mit stehendem Beifall belohnt. Egal welcher Redner, alle hatten tolle Sprüche auf Lager. Ob Großstadt Fulda und natürlich die Seitenhiebe auf die Hünfelder, die mit einer Abbordung sogar im Saal saßen, durften in der Prunksitzung nicht fehlen.

Neben dem Einzug, präsentierten die Musiker des Musikvereins Niesig ein tolles Showprogramm. Zu den Hits der Hitparade, hielt es keinen mehr auf den Stühlen. Es wurden Schlager wie “Anita”, oder “Eine neue Liebe, ist wie ein neues Leben” mitgeschmettert. Und auf der Leinwand sah und hörte man Dieter Thomas Heck bei der Moderation der Hitparade. Und so mancher im Saal dachte mit einem Schmunzeln an schöne, alte Zeiten zurück. Ebenso sangen und klatschten die Gäste zu den Liedern der Stoadtschisser über die Heimat Fulda mit. Ein rundum gelungener Abend, der den Alltag für ein paar Stunden vor den Türen des Kolpinghauses ließ.

Das könnte Sie auch interessieren