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Aus für Förderschul-Abteilung der Lichtbergschule

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Kreis Fulda - An der Lichtbergschule in Eiterfeld wird die Abteilung mit dem Förderschwerpunkt Lernen im Sommer 2020 schließen. Das empfiehlt der Haupt-und Finanzausschusses des Kreistages einstimmig. Im nächsten Schuljahr werden nur noch neun Kinder die Förderschule besuchen.

Von unserem Redaktionsmitglied Volker Nies

Die neun Schüler würden sich auf die Jahrgänge eins bis zehn verteilen, berichtete Melanie Doran, Fachdienstleiterin Schulen beim Landkreis, den Kreistagsabgeordneten. „Wenn alle verbleibenden Schüler in einer Klasse unterrichtet werden, ist eine sinnvolle Unterrichts- und Erziehungsarbeit nicht mehr zu gewährleisten“, sagte sie.

Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf können ab nächstem Schuljahr die Christian-Andersen-Schule, einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, in Hünfeld besuchen – oder sie können inklusiv an einer allgemeinbildenden Schule im Landkreis beschult werden.

Zwei Förderschulen zu einer Verbundschule

Zwei weitere Förderschulen sollen zu einer Verbundschule werden – ohne dass sich für Eltern und Kinder etwas ändert, wie Landrat Bernd Woide (CDU) herausstellte. Die Anne-Frank-Schule in Gersfeld und die Erich-Kästner-Schule in Hilders werden formal zu einer Schule mit einem gemeinsamen Schulleiter zusammengelegt. Beide Standorte bleiben erhalten.

„Der Verwaltungsstandort soll wegen der höheren Schülerzahlen und des größeren Einzugsbereichs an die Anne-Frank-Schule in Gersfeld gelegt werden“, kündigte Woide an. Die zukünftige Außenstelle in Hilders soll auch in Zukunft Erich-Kästner-Schule heißen.

Einstimmige Zustimmung

Den Änderungen des Förderschul-Angebots in Eiterfeld und in der Rhön stimmte der Haupt- und Finanzausschuss bei Enthaltung der SPD einstimmig zu. Eine Diskussion über die Vorschläge der Kreisverwaltung gab es nicht.

Das letzte Wort für den Landkreis hat am nächsten Montag der Kreistag. Auch das Kultusministerium muss noch zustimmen. Allerdings hat der Kreis die geplanten Änderungen bereits eng mit dem Schulamt abgestimmt, wie Woide berichtete, so dass die Zustimmung des Ministeriums als sicher gilt.

Kritik an Schulentwicklungsplan

Die Landesregierung meldete sich allerdings in einer anderen schulpolitischen Frage beim Landkreis kritisch zu Wort. Der Kreistag hatte mit Beschlüssen zum Schulentwicklungsplan vier Schulen oder Schulzweige wegen Schülermangels geschlossen: die Grundschule Schwarzbach und die Förderstufe der Fliedetalschule in Flieden jeweils im Sommer 2015 sowie den Hauptschulzweig der Eberhardschule in Tann und die Außenstelle der Winfriedschule an der Ulstertalschule in Hilders jeweils bereits im Sommer 2013.

Das Land fordert, dass der Kreistag die Schließungen mit einem ausdrücklichen Beschluss besiegelt. Die Zustimmung zum Schulentwicklungsplan reiche nicht. Der Ausschuss fasste den Beschluss ohne Diskussion und einstimmig. Der Kreistag dürfte am Montag folgen.

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