Schwimmbad Waidesgrund (Petersberg).
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Das Freibad Waidesgrund wird 2020 nicht geöffnet.

Große Schwimmbad-Übersicht

Welche Freibäder in Osthessen öffnen und welche geschlossen bleiben - Bäderpark in Eiterfeld bleibt zu

Das Land Hessen hat den Startschuss für die Freibadsaison schon vor einiger Zeit gegeben. In der Region brauchen die Bäder aber noch Zeit. Hier finden Sie eine Übersicht über die Pläne in den Kommunen - von der Rhön über den Vogelsberg bis ins Kinzigtal. Das Freibad Waidesgrund in Petersberg bleibt etwa geschlossen.

  • Theoretisch dürften die Freibäder in Hessen schon länger öffnen.
  • Die Schwimmbäder in der Region brauchen teilweise aber noch Zeit. Manche öffnen dieses Jahr gar nicht.
  • Hier finden Sie eine Übersicht, wie weit die Freibäder in Osthessen mit ihren Plänen sind.

Fulda: Das Rosenbad öffnet am 22. Juni

Mit 50.000 Quadratmetern Fläche das größte Schwimmbad im Landkreis Fulda ist das Rosenbad. Obwohl das Land eine Öffnung ab Montag, 15. Juni, erlaubt, hat das Rosenbad den Freibadbetrieb am Montag, 22. Juni, um 9 Uhr aufgenommen.

Die erste Schwimmer haben wir im Video begleitet.

Ab dem 22. Juni öffnet das Rosenbad in Fulda.

Petersberg: Freibad Waidesgrund öffnet nicht

„Das Freibad Waidesgrund in Petersberg wird in diesem Jahr geschlossen bleiben. Die Auflagen im Rahmen der Corona-Einschränkungen sind zu hoch", heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.

„Wir bedauern es sehr, das Freibad geschlossen lassen zu müssen. Aber eine Freibadsaison ist unter diesen Umständen nicht möglich“, sagt Petersbergs Bürgermeister Carsten Froß. Mehrere Gründe hätten zu diesem Beschluss geführt, erklären die Mitglieder des Gemeindevorstandes: „Erstens müssten wir eine massive Beschränkung der Besucherzahlen vornehmen. Es dürften nur etwa 250 Personen gleichzeitig ins Schwimmbad. Bei zwei oder drei Schichten wären das insgesamt vielleicht 600 Menschen am Tag gewesen. Bei gutem Wetter halten sich normalerweise zwischen 4000 und 5000 Personen im Freibad auf.“

Das Freibad Waidesgrund in Petersberg bleibt in diesem Jahr geschlossen.

Zweiter Grund laut Mitteilung: Die wenigen, die ins Freibad gedurft hätten, hätten wohl nur wenig Spaß daran gehabt. „Die Aufenthaltszeit hätte auf wenige Stunden begrenzt werden müssen, es hätte Kontrollen auf der Liegewiese geben müssen, das Planschbecken, die Rutschen und Sprungbretter hätten geschlossen bleiben müssen, und auch der Kiosk wäre für den Betreiber wahrscheinlich unrentabel gewesen", heißt es vom Gemeindevorstand.

Der dritte Grund: Wegen der Vorgaben des Landes wären die Kosten explodiert. Insgesamt hätte das Defizit in diesem Jahr nach unseren Berechnungen bei 490.000 Euro gelegen – bei gerade einmal gut zwei Monaten Betrieb.

Nachdem bekannt wurde, dass das Freibad in diesem Jahr geschlossen bleibt, fanden sich einige Demonstranten vor dem Propsteihaus ein.

Hünfeld: Aufwand einfach zu groß

Wie Hünfelds Bürgermeister Benjamin Tschesnok (CDU) in einer Mitteilung bekanntgab, werde das Hünfelder Freibad in dieser Sommersaison nicht öffnen.

„Nach Abwägung des Für und Wider haben sich Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung zu dem Schritt entschlossen, das Bad in der diesjährigen Saison nicht mehr zu öffnen, da der notwendige Aufwand, um die Hygieneregeln einhalten zu können, in keinem Verhältnis zu der möglichen Zahl von Badegästen und den möglichen Badezeiten gestanden hätte“, heißt es in der Mitteilung

Gotthards: Freibad bleibt geschlossen

Auf Vorschlag des Gemeindevorstandes hat der Ausschuss für Umwelt, Fremdenverkehr, Landwirtschaft und Forsten eine Öffnung des Freibades abgelehnt. Auch der Förderverein Freibad Gotthards und die Kioskbetreiberfamilie Ader stimmten schweren Herzens der Lösung zu, heißt es in einer Pressemitteilung.

„Die Einschränkungen für den Aufenthalt im Freibad Gotthards wären so gravierend, dass der Charme des Bades völlig verloren ginge“, heißt es als Begründung.

Der Gemeindevorstand habe sich in den letzten Wochen mit dem Thema intensiv beschäftigt und hätte der Bevölkerung gerne die Öffnung des Bades zu Beginn der Ferien präsentiert. Die Auflagen für die Öffnung seien jedoch „so erdrückend, dass man einmütig zu dem Ergebnis kam, die Schließung für das Jahr 2020 vorzunehmen“.

Eiterfeld: Badpark bleibt geschlossen

Wie nun bekannt wurde, bleibt der Bäderpark in Eiterfeld geschlossen. Eiterfelds Bürgermeister Hermann-Josef Scheich erläuterte hierzu, dass letzten Endes das vorgeschriebene Konzept zur Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen den Ausschlag für diese Entscheidung gegeben habe. Die Umsetzung dieser Regelungen würden zu erheblichen Einschränkungen für den Badebetrieb führen und so den Besuch des Badeparks für die Badegäste unattraktiv werden lassen.

Tann: Geriethbad bleibt geschlossen

Das Wasser im Geriethbad Tann ist zwar im Becken, aber das Freibad wird in diesem Jahr nicht öffnen. „Grund für die Entscheidung des Magistrates ist die in einem Familienbad wie unserem kaum umsetzbare Landesverordnung sowie das damit verbundene umfassende Hygienekonzept“, sagt Bürgermeister Mario Dänner (parteilos).

Hilders: Öffnung nur eine Frage der Zeit

Das Bad in Hilders ist ein Ganzjahresbad mit Saunabereich. „Wir werden öffnen, allerdings wissen wir noch nicht wann, und vielleicht wird es zunächst auch nur eine Teilöffnung“, erklärt Bürgermeister Hubert Blum (SPD).

Gersfeld: Freibad öffnet am Montag

Das Freibad Gersfeld öffnet am Montag, 22. Juni. Wegen des Coronavirus werde laut Pressemitteilung auf Reinigung, Desinfektion, Hygiene und Infektionsprävention ein besonderer Wert gelegt. Ein Hygienekonzept sieht einige notwendige Einschränkungen des Badebetriebes vor.

Hygienekonzept

- maximal 200 Personen gleichzeitig im Bad

- maximal 60 Personen gleichzeitig im Schwimmbecken

- Das Schwimmbecken wird in drei Bereiche unterteilt werden.

- Die Liegewiese wird nur zum Teil geöffnet.

- Die Sprunganlagen, die Rutschbahn und das Kinder- und Plantschbecken bleiben geschlossen.

- Der Warmumkleidebereich und die Duschen bleiben geschlossen, vor und nach dem Schwimmen muss sich mit der Kaltbrause im Außenbereich abgeduscht werden.

- Das Bad wird von 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr und von 14.30 Uhr bis 19.30 Uhr geöffnet, von 13.30 Uhr bis 14.30 Uhr wird das Bad desinfiziert.

- An der Kasse werden Namen und Kontaktdaten der Badegäste aufgenommen.

- Es gelten die allgemeinen Hygieneempfehlungen, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird empfohlen.

Dalherda: Freibad bleibt geschlossen

„Das Freibad in Dalherda bleibt, insbesondere auch aufgrund technischer Probleme - eines Rohbruchs in der Zuleitung und wegen anstehender Sanierungsarbeiten - in Absprache mit dem Verein zur Förderung des Schwimmbades Dalherda in der Saison 2020 geschlossen“, teilt Dr. Steffen Korell, Bürgermeister von Gersfeld, mit.

Poppenhausen: Öffnung nicht vor August

Die Gemeinde Poppenhausen nimmt am Förderprogramm SWIM teil – das Freibad wird zurzeit saniert. „Wir werden prüfen, wann wir öffnen könnten“, sagt Bürgermeister Manfred Helfrich. „Das wird aber nicht vor August werden – je nachdem wie die Sanierung voranschreitet.“

Wüstensachsen: Entscheidung fällt in der kommenden Woche

„Wir haben noch Beratungsbedarf“, sagt Ehrenbergs Bürgermeister Peter Kirchner (parteiunabhängig). Am Montag werde man mit dem Förderverein des Bades in Wüstensachsen beraten und im Laufe der kommenden Woche eine Entscheidung treffen. Er erklärt aber auch:

„Zwei Herzen schlagen in einer Brust – einerseits stehen im Bad Baumaßnahmen an, und wir könnten einen Einspareffekt verzeichnen, wenn wir nicht öffnen. Anderseits wollen wir den Bürgern die Möglichkeit eines Freibad-Besuchs geben – und auch den Rhöntouristen ein entsprechendes Angebot machen.“

Hofbieber: Freibad bleibt geschlossen

Das Freibad Bieberstein bleibt wegen der im Spätsommer geplanten Sanierungsarbeiten in dieser Saison geschlossen.

Flieden: Öffnung nicht vor den Ferien

Christian Henkel (CDU), Bürgermeister von Flieden, verkündet, dass das Freibad Landrücken in Flieden 2020 geschlossen bleiben wird. „Argumente waren vor allem, dass die Einschränkungen für den Badebetrieb aufgrund von Abstands- und Hygieneregelungen so gravierend sind, dass ein Besuch des Bades für die Besucher nicht attraktiv ist“, erklärt Henkel. So hätte das Konzept vorgesehen, dass mit 100 Personen im Bad gestartet worden wäre. „Die Obergrenze wären 200 Besucher gewesen – und das, obwohl die Zahlen sonst bei bis zu 1300 lagen", sagt Henkel.

Heiko Stolz (CDU), Bürgermeister von Neuhof und Vorsitzender der Bürgermeisterkreisversammlung, berichtet, dass sich die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen der betroffenen Kommunen im Landkreis am kommenden Montag gemeinsam beraten wollen. „Es ist sinnvoll, bei diesem Thema gemeinsam vorzugehen, damit es keinen Freibad-Tourismus gibt“, erklärt er.

Hosenfeld: Die Hürden für eine Öffnung sind zu groß

Wegen den Vorschriften und Einschränkungen aufgrund der Coronakrise hatte der Gemeindevorstand von Hosenfeld die Schließung beschlossen.

Um möglichst vielen Besucherinnen und Besuchern den Badespaß zu ermöglichen, wäre ein Drei-Schicht-Betrieb notwendig gewesen. Konkret hätte das bedeutet: Der Aufenthalt in dem Freibad wäre lediglich für zwei bis drei Stunden möglich gewesen, da zwischen den Besuchsintervallen ein kontaktfreier Besucherwechsel und die Desinfektion gewährleistet werden muss. „Wir hatten sogar ein Hygienekonzept erarbeitet, um zu prüfen, wie wir einen Betrieb gewährleisten können. Aber die Hürden sind zu groß", so Bürgermeister Peter Malolepszy (CDU).

Bad Salzschlirf: Freibad bleibt geschlossen

In Bad Salzschlirf bleibt das Freibad geschlossen. Das war aber schon vor der Krise aufgrund der Haushaltslage beschlossene Sache. Bürgermeister Matthias Kübel (parteilos) sagt, dass die Kontrolle, ob die Vorgaben eingehalten werden, personell aber schwierig gewesen wäre. „Da hätten wir zusätzliches Personal gebraucht.“

Wartenberg: Freibad öffnet am 4. Juli

Das Freibad Landenhausen wird am Samstag, 4. Juli, unter den entsprechenden Corona-Auflagen öffnen. Das haben die Gemeindevertreter in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen. Grund sind die aktuellen Lockerungen des Landes.

Schlitz: Freibad bleibt geschlossen - trotz Demo

In Schlitz wird das Freibad nicht öffnen. Das hat der Schlitzer Magistrat in einer jüngsten Sitzung beschlossen.

Lauterbach: Öffnung scheint unrealistisch

„Realistisch geht man nicht davon aus, dass es zu einer unbeschwerten Badesaison kommen wird, auch wenn die Entscheidung noch aussteht. Die verbandsseitig und von großen Bädern vorgelegten Musterpläne für eine stufenweise Eröffnung unter Einhaltung von strengen Hygiene-Standards und Abstandsregelungen wurden auf das Freizeitzentrum Lauterbach umgelegt, allerdings ist man zu dem Entschluss gekommen, dass sie nur schwer oder fast gar nicht umzusetzen scheinen, weshalb man den Fokus nun eher auf einen unbeschwerten Start in die neue Hallenbad- und Sauna-Saison ab Herbst legt,“ erklärt Heike Habermehl von den Stadtwerken Lauterbach. Jetzt soll die Situation in einer Aufsichtsratssitzung neu bewertet werden.

Schlüchtern: Freibäder öffnen am 1. Juli

Die Freibäder in Schlüchtern und in Hutten öffnen am Mittwoch, 1. Juli. In Schlüchtern zogen die Beteiligten eine positive Bilanz vom ersten Tag.

Bad Soden-Salmünster: Freibad bleibt geschlossen, Alternative kommt

Der Magistrat sowie der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) der Stadtverordneten von Bad Soden-Salmünster haben sich am Montag intensiv mit der Saison im Freibad Bad Soden beschäftigt. Dazu erklärte Bürgermeister Dominik Brasch (parteilos), dass nach umfangreichen Diskussionen und Abwägung aller Argumente die Badesaison im Freibad Bad Soden abgesagt wird.

Steinau: Freibad bleibt geschlossen

Das Freibad in Ulmbach bleibt wegen einer laufenden Sanierung in diesem Jahr geschlossen.

Der Magistrat der Stadt Steinau hat über die Öffnung des Freibads in Steinau beraten und ist zu dem Entschluss gelangt, es ebenfalls geschlossen zu halten. Das bestätigen Bürgermeister Malte Jörg Uffeln (parteiunabhängig) und der Erste Stadtrat Arnold Lifka auf Anfrage unserer Zeitung. Uffeln, der sich bereits seit längerem für eine Nicht-Öffnung ausgesprochen hatte, hatte für die Abstimmung kurzzeitig den Raum verlassen. Er habe nicht gewusst, wie die Entscheidung ausfalle und sei nicht bereit gewesen für eine mögliche Öffnung die Verantwortung zu übernehmen, hatte er im Nachgang gesagt. „Aus meiner Risikobewertung nach den Kriterien des Robert-Koch-Instituts folgt, dass eine Öffnung des Schwimmbades aus gesundheitlichen und betriebswirtschaftlichen Gründen in keiner Weise vertretbar ist“, so der Rathauschef.

Gelnhausen: Badesaison startet am 1. Juli

Das Barbarossabad in Gelnhausen wird am 1. Juli geöffnet.

Sinntal: Schwimmbäder öffnen am 4. Juli

Der Gemeindevorstand der Gemeinde Sinntal hat entschieden, sowohl das Freibad in Sinntal-Sterbfritz als auch das Naturbad in Sinntal-Altengronau am 4. Juli zu öffnen. Ein dafür notwendiges Hygiene- und Zugangskonzept sei in den vergangenen Tagen erarbeitet worden. Danach gelten eingeschränkte Öffnungszeiten von 11:30 Uhr bis 19 Uhr. Innerhalb dieser Öffnungszeit sind die Zeiten zwischen 11:30 Uhr und 13 Uhr sowie 18 Uhr und 19 Uhr vorwiegend den Dauerschwimmern vorbehalten. In diesen Zeiten werden vom Badepersonal durch das Abgrenzen von Schwimmbahnen entsprechende Möglichkeiten zum Bahnenschwimmen geschaffen.

Die Entscheidung teilt Bürgermeister Carsten Ullrich (SPD) mit. Der Gemeindevorstand hält sich die Option offen, die Entscheidung zu überdenken und gegebenfalls zu revidieren. Dies für den Fall, dass „durch unüberlegtes Verhalten eine Durchsetzung der Regeln und Auflagen durch das Aufsichtspersonal nicht erreicht werden“ kann.

Dem Gemeindevorstand ist es wichtig zu betonen, „dass es für eine kleine Kommune wie die Gemeinde Sinntal keine Selbstverständlichkeit ist, zwei Bäder bereitzustellen und diese – gerade vor dem Hintergrund des erhöhten Hygiene-, Sicherheits- und Personalbedarfs im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie – auch in diesem Jahr zu öffnen“. Dementsprechend seien alle Badegäste aufgefordert, „mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung und rücksichtsvollem Verhalten zu einem reibungslosen Badebetrieb beizutragen“. (lio, lea, akh, ag)

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