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„Fühle mich allein gelassen“ – Krankenschwester aus Fulda pflegt Vater, müsste aber im Dienst sein

  • vonRedaktion Fuldaer Zeitung
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Fulda/Schlüchtern - Einen pflegebedürftigen Menschen zuhause zu betreuen, das ist in jeder Lebenssituation eine Herausforderung. Die Corona-Krise stellt Angehörige jedoch vor Probleme, mit denen sie nicht gerechnet hätten. Das Beispiel von Jutta Hofferbert zeigt, wie angespannt die Situation ist.

Auch ihre 80-jährige Mutter benötigt nach zwei Hüftoperationen Hilfe: Putzen, Einkaufen, Kochen, Wäsche waschen. Hofferbert und ihr 66-jähriger Ehemann sind rund um die Uhr beschäftigt. „Genau genommen gehören wir beide mit unseren Vorerkrankungen zur Corona-Risikogruppe. Aber wir sind trotzdem ständig draußen, um etwas für meine Eltern zu erledigen“, sagt sie.

Appell an die Menschen

Und zwar nicht, weil ihr das zu viel ist, sondern, weil sie darauf aufmerksam machen will, wie die Corona-Krise auch Pflegebedürftige und pflegende Angehörige trifft. Die medizinische Versorgung Schwerstkranker – ob durch Corona oder andere Krankheiten – sei gerade generell gefährdet.

Hofferbert appelliert daher an die Menschen, den Ernst der Lage zu erkennen und den Anordnungen der Regierung zu folgen, damit Pflegende in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Hospizen und zu Hause ihre Arbeit unter sicheren Bedingungen machen können.

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