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Ausbildung in Fulda: 12,5 Prozent mehr Stellen als im Vorjahr

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Kartoffelernte
Auch in selteneren Berufen wie etwa Landwirt sind Nachwuchskräfte gefragt. © Philipp Schulze/dpa

Im Kreis Fulda sind für den Sommer 2022 noch 1368 Ausbildungsstellen frei. In fast jedem Bereich gibt es allerdings mehr freie Plätze als Bewerber.

Fulda - „Mehr Praktika, Schnuppertage in Betrieben, Berufsorientierung zum Anfassen – mit diesen und ähnlichen Maßnahmen sollen bis zum Sommer noch möglichst viele Jugendliche und junge Erwachsene für eine Ausbildung begeistert werden. Das zumindest wünschen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ausbildungsmarktkonferenz Fulda“, heißt es in einer Mitteilung der Agentur für Arbeit Fulda.

Zur Halbzeitbilanz des Berufsberatungsjahres trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von Industrie- und Handelskammer, Kreishandwerkerschaft, Staatlichem Schulamt, Kreisjobcenter sowie des Arbeitgeberverbandes auf Einladung der Agentur für Arbeit. (Lesen Sie hier: Trotz Corona und Ukraine-Krieg: Arbeitsmarkt in der Region zeigt sich stabil)

Fulda: 12,5 Prozent mehr Ausbildungsstellen als im Vorjahr

Für den Ausbildungsbeginn im Sommer haben Unternehmen im Landkreis Fulda bei der Agentur für Arbeit seit Oktober vergangenen Jahres 2017 Ausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet, was einer Steigerung von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Liste der weiterhin freien Ausbildungsstellen ist lang. Von A wie Anlagenmechaniker und Augenoptiker bis Z wie Zimmerer oder Zahnmedizinische Fachangestellte sind noch 1368 Ausbildungsplätze zu besetzen.

In nahezu jedem Bereich übersteigt die Anzahl der Ausbildungsstellen die der Bewerberinnen und Bewerber – teilweise um ein Mehrfaches. Gesucht werden unter anderem Auszubildende in unterschiedlichen kaufmännischen Berufen, Einzelhandelskaufleute sowie Pflegefachleute. Auch in selteneren Berufen wie Ofenbauer, Landwirt, Leichtflugzeugbauer oder Uhrmacher sind Nachwuchskräfte gefragt, ferner in zahlreichen Dualen Studiengängen.

Die Zahl der an einer Ausbildung interessierten Jugendlichen und jungen Erwachsenen stieg zwar um 179 auf 903 an, trotzdem kommen rechnerisch auf jeden Ausbildungssuchenden zwei Stellen. Deutlich wurde: In den kommenden Monaten gilt es, die vielfältigen Ausbildungschancen in der Region transparent zu machen und zu bewerben. Durch Praktika in Betrieben, Ausbildungsbörsen, Werkstatttage in der Lehrbauhalle und weitere Aktionen sollen Schulabgängerinnen und -abgänger aktiviert und informiert werden.

In nahezu jedem Bereich mehr freie Stellen als Bewerber

„Lange ging aufgrund der Pandemiesituation in Sachen Berufsorientierung wenig, aber nun ist es an der Zeit durchzustarten! Wir haben bei der Berufswahl Präsenzveranstaltungen und digitale Formate im Angebot“, erklärte Waldemar Dombrowski, Leiter der Arbeitsagentur Bad Hersfeld-Fulda. Vereinbart wurde die Durchführung eines neuen digitalen Angebotes, das gleichzeitig die betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, sowie deren Eltern anspricht.

Wer sich für eine Ausbildungsstelle im Sommer interessiert, der sollte sich schnellstens mit der Berufsberatung in Verbindung setzen. Eine Kontaktaufnahme zur Terminvereinbarung ist möglich unter der Service-Rufnummer (0800) 4555500 oder per E-Mail an fulda.berufsberatung@arbeitsagentur.de.

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