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Brief an Minister: 19 Oberbürgermeister um Heiko Wingenfeld fordern bessere Klinik-Finanzierung

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Die wirtschaftliche Situation des Klinikums Fulda ist angespannt.
Die wirtschaftliche Situation des Klinikums Fulda ist angespannt. © Stadt Fulda

In der Diskussion um eine große Krankenhausreform in Deutschland haben 19 Oberbürgermeister - darunter auch Heiko Wingenfeld aus Fulda - starke Existenzängste um ihre Kliniken vorgetragen.

Braunschweig/Fulda - „Wir sind in tiefer Sorge um die Zukunftsfähigkeit unserer kommunal getragenen und finanzierten Kliniken der Maximalversorgung“, heißt es in einem Schreiben an die Gesundheitsminister von Bund und Ländern, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Sollten nicht sehr bald grundlegend veränderte Rahmenbedingungen beschlossen werden, stehe der Bestand der Kliniken auf dem Spiel, steht in dem gemeinsamen Brief vom 1. März.

Fulda: 19 Oberbürgermeister fordern bessere Klinik-Finanzierung

„Krankenhäuser der Maximalversorgung sind das Rückgrat der stationären medizinischen Versorgung in Deutschland“, schreiben die Stadtoberhäupter. Die chronische Unterfinanzierung müsse enden, damit die Häuser weiter ihren Beitrag zur regionalen Daseinsvorsorge erbringen könnten, sagte Braunschweigs Oberbürgermeister Thorsten Kornblum (SPD), in dessen Stadt der bundesweite Appell initiiert wurde. Anlass seien die seit Jahren kritische Krankenhausfinanzierung und die aktuellen Bund-Länder-Gespräche für Reformen.

Die Krankenhauslandschaft in Deutschland soll nach dem Willen von Bund und Ländern grundlegend umgestaltet werden. Im Mai 2022 nahm eine „Regierungskommission Krankenhaus“ ihre Arbeit auf, um notwendige Reformen anzugehen. Die Gesetzespläne sollen darauf zielen, das Kliniknetz in drei Versorgungsstufen einzuordnen und entsprechend zu finanzieren - von der wohnortnahen Grundversorgung über eine zweite Stufe mit weiteren Angeboten bis zu Maximalversorgern wie Universitätskliniken.

Die Oberbürgermeister aus fast allen Bundesländern - darunter auch Heiko Wingenfeld, der sich um das Klinikum Fulda sorgt, sowie Claus Kaminsky aus Hanau - fordern eine deutlich bessere finanzielle Ausstattung ihrer Krankenhäuser. Diese hätten ein weitgehend identisches Leistungsprofil wie Uni-Kliniken, deren Existenz aber über die Landeshaushalte gesichert werde. Die teils dreistelligen Millionendefizite der Maximalversorger hingegen gingen zu Lasten der oft hochgradig belasteten städtischen Haushalte. Zudem fordern die OBs auch eine kurzfristige Reaktion auf die massiv gestiegenen Energiekosten.

Den Brief unterschrieben haben Rathauschefs aus Braunschweig, Chemnitz, Darmstadt, Dortmund, Dresden, Frankfurt, Fulda, Hanau, Heilbronn, Karlsruhe, Kassel, Köln, Leipzig, Magdeburg, München, Nürnberg, Potsdam, Saarbrücken und Stuttgart.

Die Finanzierung des Klinikums in Fulda war zuletzt Thema einer Anfrage der SPD/Volt-Fraktion in der Aktuellen Stunde der Stadtverordnetenversammlung. Oberbürgermeister Wingenfeld forderte auch hier mehr Unterstützung vom Bund. (dpa)

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