Für den Kreis Fulda wurden 368 mobile Luftfilteranlagen angeschafft.
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Für den Kreis Fulda wurden 368 mobile Luftfilteranlagen angeschafft. (Symbolfoto)

Sommerferien genutzt

Bereit für den Schulstart - Landkreis Fulda stellt 368 mobile Filteranlagen in Schulen zur Verfügung

  • Ann-Katrin Hahner
    VonAnn-Katrin Hahner
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Der Landkreis Fulda hat insgesamt 368 mobile Luftfilteranlagen für die Schulen des Landkreises angeschafft. Sie sollen zum Schulstart am Montag bereits zur Verfügung stehen. Dies teilte der Kreis mit.

Fulda - Von insgesamt 1360 Klassenräumen im Landkreis Fulda verfügen 250 Unterrichtsräume bereits über stationäre Lüftungsanlagen. Solche Anlagen ermöglichen einen Luftaustausch in den Klassenräumen. Für die übrigen Räume hat der Landkreis im Frühjahr 68 mobile Luftfilteranlagen angeschafft. In den Sommerferien sind dazu noch einmal 300 zusätzliche beschafft worden.

„Lüften, das heißt der richtige Luftaustausch, ist jedoch weiterhin das A und O. Das alleinige Reinigen der Luft durch Luftfilteranlagen kann immer nur eine Ergänzung zum Lüften sein, da diese Geräte keinen neuen Sauerstoff einem Raum zuführen können“, betonte der Kreis in einer Mitteilung zu der Thematik erneut. (Lesen Sie hier: Stadt Fulda kauft mobile Luftfilteranlagen für Schulen)

Fulda: Mehr als 300 Luftfilteranlagen für Schulen - Zum Schulstart einsatzbereit

Bei der Verteilung der insgesamt 368 Luftfilteranlagen an die Kreisschulen entscheidet vor allem die bauliche Situation in den Klassenräumen darüber, welche Räume eine solche mobile Anlage erhalten: Räume, bei denen regelmäßiges Stoß- und vor allem Querlüften möglich ist, benötigen laut Umweltbundesamt keine zusätzlichen Luftfilteranlagen. „Die gleichzeitige Anwendung von Lüftung und der Einhaltung der AHA-Regeln ist aus innenraumhygienischer Sicht umfassend und ausreichend für den Infektionsschutz gegenüber dem Corona-Virus“, schreibt das Umweltbundesamt. (Lesen Sie hier: Corona in Schulen - Debatte um Luftfilteranlagen)

Auf der Basis der Empfehlungen des Umweltbundes wurde durch den Landkreis Fulda eine Konzeption erarbeitet und die Beschaffung geeigneter mobiler Luftfilteranlagen geprüft und umgesetzt. Hierzu wurden alle Räumlichkeiten jedes Schulstandortes auf die vorhandenen Lüftungsmöglichkeiten untersucht.

So teilt das Umweltbundesamt Klassenräume ein

Kategorie 1: Räume mit guter Lüftungsmöglichkeit (raumlufttechnische Anlage und/oder Fenster weit zu öffnen). Diese Kriterien sind bei der Mehrzahl der Schulräume in Fulda gegeben. In diesen Räumen ist der Einsatz mobiler Luftreinigungsgeräte nicht notwendig, wenn ein Luftaustausch entweder durch regelmäßiges Stoß- und Querlüften oder durch raumlufttechnische Anlagengewährleistet wird. Die gleichzeitige Anwendung von Lüftung und der Einhaltung der AHA-Regeln ist aus innenraumhygienischer Sicht umfassend und ausreichend für den Infektionsschutz gegenüber dem Corona-Virus.

Kategorie 2: Räume mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit (keine raumlufttechnische Anlage, Fenster nur kippbar bzw. Lüftungsklappen mit minimalem Querschnitt). In diesen Räumen ist unter anderem auch der Einsatz mobiler Luftreiniger sinnvoll. Fachgerecht positioniert und betrieben ist ihr Einsatz wirkungsvoll, um während der Dauer der Pandemie die Wahrscheinlichkeit indirekter Infektionen zu minimieren.

Kategorie 3: Nicht zu belüftende Räume. Diese Kategorie von Unterrichtsräumen sei an Schulen im Kreis Fulda laut des Landkreises nicht vorhanden.

Die mobilen Luftfilteranlagen sollen vor allem den Schülerinnen und Schülern bis 12 Jahren zugutekommen, da für diese Altersgruppe bisher kein Impfstoff gegen das Corona-Virus zugelassen ist. (akh)

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