Aueweiher Fulda Luftbild Segelflughalle
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Die bisherige Segelflughalle (grünes Dach) wird künftig anders genutzt. Der Verein möchte neu bauen – an der Start- und Landebahn.

Halle in der Johannisau

Aero-Club plant neues Gebäude - So will die Stadt Fulda das alte Areal für die Landesgartenschau nutzen

  • Hanna Wiehe
    vonHanna Wiehe
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Der Aero-Club Rhön Fulda plant den Bau einer neuen Segelflughalle: Deren Standort grenzt künftig an die Start- und Landebahn. Der große Vorteil: Die Olympiastraße muss so nicht mehr mit den Fliegern gequert werden.

Fulda - Der Aero-Club Rhön Fulda möchte eine neue Halle in der Johannisau errichten. Diese soll direkt am Fluggelände neben den bestehenden Gebäuden von Flugleitung und -vorbereitung errichtet werden, teilt der Vereinsvorsitzende Elmar Kümmel mit.

Der bisherige Standort, der vom Aero-Club laut Stadt seit 1959 genutzt wird, befindet sich östlich der Olympiastraße in unmittelbarer Nähe zu den Aueweihern in Fulda. Um zum Fluggelände zu gelangen, mussten die Vereinsmitglieder ihre Segelflugzeuge bislang zwischen der Halle und der Start- und Landebahn hin und her bewegen – das ist aufwendig und teuer: Denn allein wegen der Kreuzung der öffentlichen Olympiastraße fallen erhebliche Mehrkosten für die Versicherung an, wie Kümmel berichtet. „Zusätzlich müssen auch die Flugzeuge umständlich um mehrere Bäume herum und über die Olympiastraße geschoben werden. Diese ist gerade am Wochenende eine von Radsportlern, Inlineskatern, Joggern und Spaziergängern sehr stark frequentierte Straße.“

Fulda: Aero-Club Rhön Fulda will neue Halle in der Johannisau bauen

Außerdem ragen die Flügel der Segler – mit bis zu 20 Metern Spannweite – beim Transport in die Gelände des Tennisclubs Grün-Weiß Fulda, des Angelsportvereins und des SC Schovel, „bis man die etwa 200 Meter zur Startstelle über Stock und Stein bewältigt hat“, beschreibt der Vereinschef: „Der Transport kann aus Sicherheits- und Platzgründen nur durch Schieben per Hand erfolgen und ist mühsam. Der Rücktransport erfordert dann noch zusätzlich ein Hochschieben in die vorhandene Halle, die aus Hochwasserschutzgründen etwa zwei Meter über dem Geländeniveau errichtet wurde.“

Deshalb fasst der Verein einen Neubau ins Auge. Die Fläche der neuen Halle werde in etwa der Fläche der bisherigen Halle entsprechen – also etwa 37 mal 17 Meter umfassen. Dafür werde das neue Gebäude mit einem für Segelflugzeuge erforderlichen 20-Meter-Tor ausgestattet sein. (Lesen Sie hier: Fulda pflanzt Bäume, die an Klimawandel angepasst sind: Projekt Klimabaumpfad auf der Landesgartenschau)

Damit würde die vorhandene Halle aus dem Jahr 1955 ersetzt und das Areal stünde für die Landesgartenschau (LGS) zur Verfügung, die im April 2023 startet. Die Stadt möchte den Bereich für diesen Anlass als Eingangsbereich nutzen und dort zum Beispiel Gastronomie in Form von Foodtrucks anbieten.

Neue Halle für Flieger in der Aue - Straße muss nicht mehr gequert werden

Gewisse Sanierungsarbeiten würden jedoch erforderlich, damit Halle und Umfeld für die LGS genutzt werden können, berichtet die Stadt. So solle die Holzverkleidung der Halle einen neuen Anstrich erhalten, es seien Reparaturen an der Holzkonstruktion erforderlich. Der Grundkörper werde nicht verändert.

Wie Elmar Kümmel erklärt, ist für die neue Halle eine Änderung des Bebauungsplans eingeleitet worden. Diese Änderung sei Grundvoraussetzung jeder weiteren Planung. Deshalb könne zu den Kosten noch nichts gesagt werden. Die Stadt prüft nach eigenen Angaben derzeit, ob ein Investitionskostenzuschuss gewährt werden kann.

Zeitliche Eckpunkte gibt es schon: Klappt es mit der Baugenehmigung im Herbst, könnte im November der Baugrund vorbereitet und die neue Halle im Frühjahr 2022 aufgestellt werden. Die alte Halle könnte im Mai 2022 für eine neue Nutzung freigegeben werden.

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