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Ärzte gehen am Donnerstag auf die Straße - Auch Klinikum Fulda von Streik betroffen

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Das Klinikum Fulda weist daraufhin, dass es wegen eines Warnstreiks der Ärzte am Donnerstag zu Terminabsagen kommen kann.
Das Klinikum Fulda weist daraufhin, dass es wegen eines Warnstreiks der Ärzte am Donnerstag zu Terminabsagen kommen kann. © Volker Nies

Bundesweit gehen am Donnerstag Ärztinnen und Ärzte auf die Straße. Auch das Klinikum Fulda ist von dem Warnstreik betroffen. Es könne kurzfristig zu Absagen von Terminen kommen, teilt das Krankenhaus mit.

Fulda - Zu dem ganztägigen Warnstreik am Donnerstag, 31. März, ruft der Marburger Bund auf, berichtet das Klinikum Fulda am Dienstag. Der Marburger Bund ist nach den Angaben auf seiner Webseite die gewerkschaftliche, gesundheits- und berufspolitische Interessenvertretung aller angestellten und beamteten Ärztinnen und Ärzte in Deutschland.

„Die Versorgung der Patientinnen und Patienten im Klinikum Fulda ist durchgängig sichergestellt“, wird Klinikum-Chef Dr. Thomas Menzel in der Mitteilung zitiert. Demnach haben sich das Klinikum und der Marburger Bund auf eine Notdienst-Vereinbarung, die die medizinische Notfallversorgung sicherstellt, verständigt. (Lesen Sie auch: Krankenhäuser versorgen ukrainische Patienten: Kriegsverletzte im Klinikum Fulda)

Fulda: Ärzte streiken am Donnerstag - Klinikum betroffen

Die personelle Lage im Klinikum sei durch Corona-Fälle ohnehin schon angespannt. „Vor diesem Hintergrund ist es nicht auszuschließen, dass es aufgrund des Warnstreiks - auch kurzfristig - zu Absagen bereits geplanter und nicht-dringender Diagnostik und Therapie kommen kann“, teilt das Krankenhaus mit. Menzel bittet, mögliche Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Die zentrale Streikkundgebung soll am Donnerstag um 13 Uhr am Römerberg in Frankfurt am Main stattfinden. Wie hoch die Beteiligung der Ärzteschaft des Klinikums sein wird, lässt sich noch nicht abschätzen.

Die bisherigen vier Verhandlungsrunden für die rund 55.000 Ärzte an kommunalen Kliniken waren laut Klinikum Fulda ohne Ergebnis geblieben. Der Marburger Bund werfe den Arbeitgebern eine „Verweigerungshaltung“ vor. „Aus Sicht der Krankenhäuser ist der Streikaufruf nicht nachvollziehbar, da die bisherigen Verhandlungen in konstruktiver Atmosphäre verlaufen sind“, so das Klinikum. (lio)

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