Vor der Stadtpfarrkirche: Bischof Michael Gerber (von links), Stadtpfarrer Stefan Buß, Dekan Bengt Seeberg und Pfarrerin Jana Koch-Zeißig.
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Vor der Stadtpfarrkirche: Bischof Michael Gerber (von links), Stadtpfarrer Stefan Buß, Dekan Bengt Seeberg und Pfarrerin Jana Koch-Zeißig.

Breites Aktionsbündnis

Aufkleber-Aktion gegen Rassismus in Fulda - Oberbürgermeister Wingenfeld: Wollen für Gleichheit eintreten

Anlässlich der Internationalen Woche gegen Rassismus hat ein breites Fuldaer Aktionsbündnis aus über 20 Gruppierungen eine Aufkleber-Aktion gestartet. So wurden am Dienstag drei große gelbe Aufkleber in der Innenstadt angebracht, um ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen.

Fulda - „Es geht darum, auf Rassismus aufmerksam zu machen. Rassismus ist kein Phänomen, das es irgendwo auf der Welt gibt, sondern auch bei uns“, sagt Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld (CDU), der den ersten Aufkleber auf dem Bahnhofsvorplatz in Fulda anbringt.

Fulda: Aufkleber-Aktion gegen Rassismus - Oberbürgermeister Wingenfeld: „Wollen für Gleichheit eintreten“

Hinter der Aktion steht ein breites Bündnis, dem sich mehr als 20 Gruppierungen aus Fulda angeschlossen haben. Koordiniert wird es von der städtischen Koordinierungs- und Fachstelle der „Partnerschaft für Demokratie“, die im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert wird. „Wir wollen sowohl den Betroffenen von rassistischer Gewalt ein Gesicht geben, aber auch den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die Rassismus entschieden ablehnen“, erklären die Initiatoren. Die Aufkleber-Aktion ist Teil der Aktionswochen gegen Rassismus in Fulda vom 15. bis 28. März.

Fuldas Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld klebt den ersten von drei Aufklebern auf dem Bahnhofsvorplatz.

Als Anlass dient der Tag gegen Rassismus am 21. März - der Gedenktag an das Massaker 1960 in Sharpeville, Südafrika. Damals wurden 69 Demonstranten, die wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert worden waren, von der Polizei erschossen. Viele weitere wurden verletzt. Die Aufkleber-Aktion soll laut Bündnis aber auch der rassistischen Ermordung von neun jungen Menschen in Hanau gedenken. In ganz Deutschland finden ähnliche Aufkleber-Aktionen statt, die das Bundesfamilienministerium unterstützt.

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„Wir wollen für Gleichheit und die Würde des Menschen eintreten“, sagt Wingenfeld. Zweite Station der Aufkleber-Aktion ist der Uniplatz. Dort bringen IHK-Präsident Dr. Christian Gebhardt, Kreishandwerksmeister Thorsten Krämer und IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Konow einen weiteren gelben Aufkleber an. Auch die Kirche beteiligt sich: Neben der Stadtpfarrkirche bringen Dekan Bengt Seeberg, Stadtpfarrer Stefan Buß, Pfarrerin Jana Koch-Zeisig und Bischof Dr. Michael Gerber den dritten großen Aufkleber an.

Kreishandwerksmeister Thorsten Krämer (von links), IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Konow und IHK-Präsident Christian Gebhardt auf dem Uniplatz.

Bischof Gerber betont: „Wir als Kirche verstehen uns als Gemeinschaft von Menschen mit den verschiedensten Herkünften. Leider werden wir immer wieder mit dem Thema Rassismus konfrontiert. Gerade deshalb sind Aktionen wie die heutige, an der Menschen ein Zeichen setzen, wichtig.“ (lor, lea)

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