Wenn zwischen Mitte Februar und Ende April Warnschilder mit Fröschen die Straßen im Landkreis Fulda säumen, ist wieder Krötenwanderung. (Symbolfoto)
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Wenn zwischen Mitte Februar und Ende April Warnschilder mit Fröschen die Straßen im Landkreis Fulda säumen, ist wieder Krötenwanderung. (Symbolfoto)

Wanderung zu Gewässern

Amphibien vor Straßentod bewahren - Ehrenamtliche sammeln Schutzzäune im Landkreis Fulda ab 

Amphibien sind Lebewesen, die vor allem nachts aktiv werden. Alljährlich zwischen Mitte Februar und Ende April wandern sie zu ihren Gewässern und laichen dort ab. Um sie auf ihrer Wanderung vor dem Straßentod zu retten, werden kreisweit Schutzmaßnahmen ergriffen, die eine besondere Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer erfordern. 

Landkreis Fulda - Wenn zwischen Mitte Februar und Ende April Warnschilder mit Fröschen die Straßen im Landkreis Fulda säumen, ist wieder Krötenwanderung. Aber nicht nur Kröten und Frösche begeben sich um diese Jahreszeit, vorzugsweise nachts, zu Tausenden auf Wanderschaft, um zu ihren Laichgewässern zu gelangen, sondern auch Molche.

Oft müssen sie dabei gefährliche Straßen überqueren. Nach Schätzungen des NABU lassen jedes Jahr deutschlandweit Millionen von Tieren ihr Leben. Dabei sind Amphibien Tiere, die unter besonderem Schutz stehen. Das schreibt der Landkreis in einer Pressemitteilung.

Landkreis Fulda: Amphibien vor Straßentod bewahren - Ehrenamtliche sammeln Schutzzäune ab 

Um die wandernden Amphibien vor dem drohenden Straßentod zu bewahren, führen ehrenamtliche Naturschützer, Naturschutzbehörden, Städte und Gemeinden sowie Hessen Mobil auch in diesem Jahr wieder umfangreiche Schutzmaßnahmen durch. Drei Straßen - L3379 Zufahrt zur Fohlenweise, K25 Weihershof-Auffahrt Schloss Bieberstein und K72 Hattenhof-Geringshof -werden zur Hauptwandersaison für den Verkehr gesperrt. Allerdings erfolgen die Sperrungen nur nachts bei feuchter, milder Witterung.

An insgesamt acht Streckenabschnitten in der Stadt und im Landkreis Fulda kommen mobile Plastikzäune zum Einsatz. Die Tiere werden in den frühen Morgen- und Abendstunden von ehrenamtlichen Helfern an den aufgestellten Zäunen eingesammelt und in Eimern über die Straße getragen. Dort lässt man sie wieder frei, sodass sie ihren Weg zum Laichgewässer fortsetzen können. Straßenabschnitte mit weniger wandernden Amphibien sind mit Hinweisschildern ausgestattet, die um eine umsichtige Fahrweise und die Reduzierung der Geschwindigkeit bitten.

Auch gibt es im Landkreis inzwischen elf stationäre Anlagen mit festen Leitwänden, die die Tiere über ein Tunnelsystem leiten, sowie zwei teilstationäre Anlagen (Tunnel mit mobilem Zaun). Zuletzt wurden Amphibien-Leitannlagen zwischen Rothenkirchen und Großenmoor sowie in Neuhof bei der Zufahrt zum Schacht II in Betrieb genommen. Für dieses Jahr ist der Bau einer weiteren Amphibien-Leitanlage durch HessenMobil an der K103 zwischen Kerzell und Ziegel vorgesehen. Hier sind in der letzten Wandersaison 1330 Tiere an einem mobilen Zaun gezählt worden. Den größten Anteil machten dabei die Bergmolche mit 700 Tieren aus.

Tiere werden in den frühen Morgen- und Abendstunden von ehrenamtlichen Helfern eingesammelt

Weitere interessierte Freiwillige für das Absammeln der mobilen Schutzzäune sind laut Landkreis Fulda willkommen und können sich an den Fachdienst Natur und Landschaft des Landkreises unter Telefon (0661) 60067936 oder per E-Mail pia.gippert@landkreis-fulda.de. wenden

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