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Im Juli waren mehr Menschen ohne Job als im Juni. Drei Gründe sieht die Agentur für Arbeit dafür. (Symbolbild)

Quote bei 3,1 Prozent

Zahl der Arbeitslosen steigt leicht an: Arbeitsagentur nennt drei Gründe

  • Eike Zenner
    VonEike Zenner
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Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juli im Landkreis Fulda leicht gestiegen. Zum Ende des Monats waren 3850 Menschen arbeitslos gemeldet. Dies sind 2,1 Prozent mehr als im Juni aber 19,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Fulda - Jahreszeitlich bedingt ist die Zahl der Arbeitslosen in der Region im Juli leicht angestiegen. Die Arbeitslosenquote im Kreis liegt bei 3,1 Prozent - und ist weiterhin die niedrigste in Hessen. Im Vormonat hatte die Arbeitslosenquote in Fulda bei 3,0 Prozent gelegen.

Die Agentur für Arbeit verzeichnete im Juli 1870 Arbeitslose, das sind 70 mehr als im Juni (+ 3,9 Prozent), das Kreisjobcenter 1980 Arbeitslose, was einem Anstieg von 10 Personen entspricht (+ 0,5 Prozent).

Fulda: Zahl der Arbeitslosen steigt leicht an - Arbeitsagentur nennt drei Gründe

Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, sieht drei Gründe für den Anstieg der Zahlen: Den Halbjahreswechsel im Angestelltenbereich, das Ausbildungsende und die Sommerferien. Insgesamt ist binnen Monatsfrist die Arbeitslosigkeit vor allem bei Personen unter 25 Jahren angestiegen (+108 auf 472 Personen).

„Die Zunahme der Zahl der Arbeitslosen ist im Juli allein jahreszeitlich bedingt“, erklärt Dombrowski und fügt hinzu: „Wenn die Wirtschaft in den nächsten Wochen weiter an Fahrt aufnimmt und kein erneuter Lockdown eintritt, dürften sich die Vermittlungschancen nach den Sommerferien verbessern.“

Zum Thema Kurzarbeit: Die Arbeitsagentur hat im Landkreis Fulda im Juli neun Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit registriert. Seit Mitte März vergangenen Jahres haben insgesamt 3668 Betriebe für 58.862 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Da die konkrete Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgen, können erst mit einigen Monaten Verzögerung Aussagen zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit getroffen werden.

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In der Region haben im Januar 12.018 Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen. Das waren 1530 mehr als im Monat zuvor und 12,7 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Landkreis Fulda. Erste Hochrechnungen weisen auf einen weiteren Anstieg für den Februar hin.

Der Agentur für Arbeit verzeichnet im Landkreis Fulda aktuell noch rund 870 freie Ausbildungsstellen. Trotz aller Erschwernisse laufen die Aktivitäten am Ausbildungsmarkt weiterhin auf Hochtouren. Informationen und Beratung zur Ausbildungssuche bietet die Berufsberatung der Agentur für Arbeit über die kostenfreie Service-Rufnummer 0800 4 5555 00.

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