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Im Kreis Fulda liegt die Arbeitslosenquote bei 3,8 Prozent.

4806 Menschen ohne Job

Delle am Arbeitsmarkt trifft im Kreis Fulda vor allem die Jüngeren

Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Fulda ist im August geringfügig angestiegen. Derzeit sind 4.806 Menschen in der Region Fulda arbeitslos – 38 mehr als im Juli.

  • Die Arbeitslosenquote im Kreis Fulda liegt weiter bei 3,8 Prozent
  • Seit Beginn der Corona-Krise haben 1.123 junge Frauen und Männer ihren Job verloren
  • Im Bereich der Geschäftsstelle Schlüchtern waren Ende August 2196 Personen arbeitslos gemeldet

Fulda/Schlüchtern - Bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind deutlich mehr Menschen ohne Job als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit liegt um 42,2 Prozent höher als 2019. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell - wie im Vormonat - 3,8 Prozent (Vorjahr: 2,7 Prozent) und liegt damit deutlich unter dem Hessendurchschnitt von 6 Prozent.

Die Agentur für Arbeit verzeichnete im August 2.635 Arbeitslose und somit 25 mehr als im Juli, das Kreisjobcenter, das sich um Langzeitarbeitslose kümmert, 2.171 Arbeitslose, was einem Anstieg von 13 Personen entspricht.

Corona-Pandemie trifft am Arbeitsmarkt in Fulda vor allem jüngere Menschen

Von der wirtschaftlichen Delle infolge der Corona-Pandemie sind insbesondere jüngere Arbeitslose betroffen. Seit Mitte März (Beginn des Lockdowns) haben 1.123 junge Frauen und Männer ihren Job verloren. 318 wurden in dieser Zeit nach ihrer Ausbildung nicht vom Betrieb übernommen bzw. meldeten sich aus einem Ausbildungsverhältnis heraus arbeitslos. Bundesweit verzeichnet die Agentur für Arbeit keinen weiteren coronabedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Zurück nach Fulda: Bei der Arbeitsagentur und beim Kreisjobcenter waren zum Ende des Monats 767 Personen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Zwar ist die Arbeitslosigkeit auf allen Qualifikationsebenen angestiegen, doch Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, weist darauf hin, dass weit über die Hälfte dieser Personen über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfügt.

Kurzarbeit bleibt in der Corona-Krise ein Faktor im Kreis Fulda

„Wir werden mit den Menschen an ihrer beruflichen Qualifikation und Integration arbeiten. Dies dürfte sich aufgrund des Stellenrückgangs etwas schwieriger gestalten als in den vergangenen Jahren, aber es ist perspektivisch ein erfolgversprechender Weg“.

Die Arbeitsagentur hat im Landkreis Fulda im August 10 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit registriert. Seit Mitte März haben insgesamt 2.545 Betriebe für 43.140 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Damit trägt das Kurzarbeitergeld maßgeblich zur Stabilisierung in der Coronakrise bei. Da die konkrete Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, wird erst in den nächsten Wochen und Monaten exakt feststehen, wie viele Beschäftigte in welchem Umfang tatsächlich von Kurzarbeit betroffen waren.

Lesen Sie hier: Auswirkung der Corona-Krise: Betriebe im Landkreis suchen weniger Auszubildende

Im Video: Kurzarbeit geht zurück - Unterschiede bei Branchen

Die Agentur für Arbeit geht davon aus, dass die faktische Inanspruchnahme insgesamt unterhalb der angezeigten Beschäftigtenzahl liegen wird. Ende Juli waren im Kreis Fulda 4768 Menschen arbeitslos gewesen.

Im Bereich der Geschäftsstelle Schlüchtern, die in der Arbeitsverwaltung den Altkreis Schlüchtern sowie Teile des Altkreises Gelnhausen betreut, waren zum Stichtag im August 2196 Personen arbeitslos gemeldet – 84 mehr als im Juli. Die Arbeitslosenquote stieg im Bergwinkel somit um 0,2 Zähler auf 4,2 Prozent an. Im August 2019 betrug dieser Wert 2,7 Prozent. (zen)

Lesen Sie hier: Arbeitslosigkeit verkürzt die Lebenserwartung.

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