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Arbeitslosigkeit im Kreis Fulda steigt leicht an - weniger Langzeitarbeitslose als im Vorjahr

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Eine Baggerschaufel in einer Baugrube mit Schnee (Symbolbild)
Laut Arbeitsagentur wirkt sich die winterliche Witterung auf die Beschäftigung in Außenberufen aus. (Symbolbild) © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Saisonbedingt ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Fulda im Dezember leicht angestiegen. Es gibt allerdings weniger Langzeitarbeitslose als im Vorjahr.

Fulda - Die Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda hat am Dienstag die Arbeitsmarktzahlen für den Monat Dezember veröffentlicht. Demnach lag die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Fulda zum Ende des Monats mit 3727 um 19 höher als im November (+0,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote blieb dem Bericht zufolge unverändert bei 3,0 Prozent.

Fulda: Arbeitslosigkeit steigt im Dezember leicht an

Während die Zahl der arbeitslosen Frauen im Dezember zurückging (-21 auf 1772), stieg die Arbeitslosigkeit bei Männern an (+40 auf 1955). Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, führt dies auf die winterliche Witterung zurück, die sich auf die Beschäftigung in Außenberufen auswirke. „Zudem laufen am Jahresende erfahrungsgemäß in etwas verstärktem Umfang befristete Arbeitsverträge aus“, heißt es im Arbeitsmarktbericht.

Weiterhin liege die Arbeitslosigkeit durch die Fluchtmigration aus der Ukraine deutlich über dem Vorjahreswert. Insgesamt stieg die Arbeitslosigkeit binnen Jahresfrist um 443 an (+13,5 Prozent), die Zahl der arbeitslosen Ausländerinnen und Ausländer kletterte innerhalb eines Jahres um 592 auf 1554 (+61,5 Prozent).

Entsprechend verzeichnete das Jobcenter des Landkreises ein starkes Plus gegenüber dem Vorjahr von 29,1 Prozent auf 2384, während bei der Arbeitsagentur aktuell 1343 arbeitslose Personen registriert sind und somit 95 weniger als vor einem Jahr.

Positiv ist, dass sich die Langzeitarbeitslosigkeit reduziert hat, stellt die Arbeitsagentur heraus: „Aktuell sind 898 Menschen seit einem Jahr oder länger ohne Job - 108 weniger als im Dezember vergangenen Jahres.“

Trotz Krisen: Arbeitsmarkt zeigt sich „erstaunlich stabil“

„Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt trotz der hohen Inflation, der Lieferkettenprobleme und der unsicheren Perspektiven weiterhin erstaunlich stabil“, so die Agentur. Rechne man den Sondereffekt der Fluchtmigration aus der Ukraine aus den Arbeitslosenzahlen heraus, so sei die Arbeitslosigkeit niedriger als vor einem Jahr.

Dennoch sieht Waldemar Dombrowski eine leichte Abschwächung: „Die Aufnahmefähigkeit des Marktes stellt sich etwas geringer als vor zwölf Monaten dar.“ So hätten im Dezember 66 Personen weniger nach der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung gefunden.

Der Bestand an offenen Stellen liegt den Angaben zufolge mit 1687 niedriger als im Vorjahr, dennoch sei in vielen Branchen und Berufen ein hoher Bedarf an Personal, insbesondere an Fachkräften, zu verzeichnen. (lio)

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