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Arbeitslosigkeit im Kreis Fulda sinkt auf Vor-Corona-Niveau

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Auch die Gastronomie stellt wieder Personal ein.
Auch die Gastronomie stellt wieder Personal ein. © Marijan Murat/dpa

Im Vergleich zum Januar ist die Arbeitslosigkeit in Fulda gesunken. Insgesamt lässt sich über die vergangenen zwölf Monate eine „enorme Stabilisierung“ des Arbeitsmarktes erkennen.

Fulda - Die Arbeitslosigkeit in der Region Fulda ist im Februar leicht gesunken. Zum Ende des Monats lag die Zahl der Arbeitslosen mit 3551 um 46 niedriger als im Januar (-1,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt bei 2,8 Prozent (Vormonat: 2,9 Prozent) und somit auf dem Niveau vom Februar 2020, dem letzten Monat vor Beginn der massiven Folgen der Corona-Pandemie, wie es in einer Mitteilung der Agentur für Arbeit heißt.

„Die enorme Stabilisierung unseres heimischen Arbeitsmarktes wird an der Entwicklung innerhalb der letzten zwölf Monate deutlich. So sank die Zahl der arbeitslosen Menschen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1089 beziehungsweise um 23,5 Prozent“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda.

Fulda: Arbeitslosigkeit sinkt im Februar auf Vor-Corona-Niveau

Von der positiven Entwicklung gegenüber dem Vorjahr konnten alle Personengruppen profitieren, am stärksten jüngere Arbeitslose. Im Februar waren 358 Personen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Dies bedeutet einen Rückgang um nahezu ein Drittel. (Lesen Sie hier: Perspektiva hilft durch Corona-Zeit: Positive Bilanz bei Beschäftigung Schwerbehinderter)

Diese Personengruppe ist jedoch die einzige, in der die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Januar angestiegen ist, und zwar um 13,3 Prozent. Dies ist nicht ungewöhnlich und mit dem Auslaufen befristeter Verträge beziehungsweise mit dem Ende verkürzter Ausbildungen zu erklären.

Der Arbeitsmarkt zeichnet sich durch eine positive Dynamik aus. So haben sich im Februar 215 Personen weniger aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos gemeldet als im Januar. Zugleich fanden mehr Menschen den Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt. Mit 338 entspricht dies einem Plus von 77.

Video: Arbeitsmarkt in Deutschland fast wieder auf Niveau vor Corona-Pandemie

Der Bestand an offenen Stellen hat sich weiter erhöht. Gegenwärtig liegen dem Arbeitgeberservice 2453 Stellen zur Besetzung vor – 682 mehr als vor einem Jahr und 254 mehr als im Februar 2020. Große Nachfrage nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besteht weiterhin im Handwerk. Auch medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte werden gesucht. Darüber hinaus stellt die Gastronomie wieder Personal ein.

Die Arbeitslosenquote im Altkreis Hünfeld beträgt 2,2 Prozent. Im Vorjahresmonat lag sie bei 3,3 Prozent. „Etwaige Auswirkungen der wirtschaftlichen Sanktionen in Folge der russischen Aggression gegenüber der Ukraine sind derzeit auf dem heimischen Arbeitsmarkt nicht erkennbar“, teilt Waldemar Dombrowski mit. (ah)

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