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Arbeitslosigkeit im Kreis Fulda steigt leicht an - Hoher Bedarf an Personal

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Gastgewerbe
Insbesondere in der Gastronomie besteht weiterhin Bedarf an Fach- und Hilfskräften. (Symbolbild) © Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

Im Vergleich zum Vormonat ist die Arbeitslosigkeit im Kreis Fulda leicht angestiegen. Vergleicht man die Zahlen jedoch mit Februar 2022, ist ein deutlicherer Anstieg zu erkennen.

Fulda - Die Arbeitslosigkeit in Osthessen ist im Februar nahezu auf dem Niveau des Vormonats verblieben. Zum Ende des Monats lag die Zahl der Arbeitslosen mit 4.133 um acht höher als im Januar. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 3,3 Prozent.

Fulda: Arbeitslosigkeit steigt leicht an - Hoher Bedarf an Personal

Auffällig, aber für die Jahreszeit nicht untypisch, ist der Anstieg der Arbeitslosigkeit bei jüngeren Personen unter 25 Jahren um 25 auf 408, heißt es in einer Mitteilung der Arbeitsagentur. Dieser ist im Wesentlichen auf nicht übernommene Ausbildungsabsolventen zurückzuführen.

„Angesichts des hohen Fachkräftebedarfs unserer regionalen Unternehmen bin ich zuversichtlich, dass wir die jungen Menschen zeitnah wieder in Beschäftigung bringen werden“, erklärt Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Erfreulicherweise leicht zurückgegangen ist die Arbeitslosigkeit bei schwerbehinderten Menschen (-3,2 Prozent auf 305).

Im Vergleich zum Februar des Vorjahres stieg die Arbeitslosigkeit um 582 (+16,4 Prozent), was nach wie vor auf die Fluchtmigration aus der Ukraine zurückzuführen ist. Derzeit sind bei der Arbeitsagentur und beim Jobcenter des Landkreises Fulda 1762 Personen ohne deutschen Pass arbeitslos gemeldet. Dies sind 712 mehr als vor einem Jahr. Entsprechend verzeichnete das Kreisjobcenter binnen Jahresfrist ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 691 auf 2548, während bei der Arbeitsagentur aktuell 1585 arbeitslose Personen registriert sind und somit 109 weniger als vor einem Jahr.

Da die aus der Ukraine geflüchteten Menschen nun verstärkt an Weiterbildungsmaßnahmen und Sprachkursen teilnehmen, stieg die Unterbeschäftigung deutlich an. In der Unterbeschäftigung werden zusätzlich zu den registrierten Arbeitslosen auch die Personen abgebildet, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie Teilnehmer an einer Maßnahme der Arbeitsmarktpolitik oder in einem arbeitsmarktbedingten Sonderstatus sind.

Der Personalbedarf der heimischen Unternehmen und Betriebe ist weiterhin hoch. Obgleich der Stellenzugang im Februar etwas gesunken ist, liegen dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit 1733 Stellen zur Besetzung vor. Bedarf an Fach-, aber auch an Hilfskräften besteht in nahezu allen Bereichen, insbesondere in der Gastronomie, in Gesundheit und Pflege sowie im Handwerk. (ah)

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