Schild der Agentur für Arbeit
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Die Corona-Pandemie hat große Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt im Landkreis Fulda.

Statistik der Arbeitsagentur

Zahl der Arbeitslosen in Fulda steigt weiter - aber sie steigt langsamer

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Arbeitsmarkt in Fulda sind weiter groß. Ende Juni waren 4.645 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 106 mehr als im Mai (plus 2,3 Prozent). Damit hat sich der Anstieg zwar verlangsamt. Es sind aber weit mehr Menschen ohne Job als vor einem Jahr.

Fulda - 4.645 Menschen waren Ende Juni im Kreis Fulda arbeitslos gemeldet. Damit liegt die Arbeitslosigkeit um 44,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt jetzt 3,7 Prozent. Im Vormonat hatte die Quote bei 3,6 Prozent gelegen. Vor einem Jahr betrug sie 2,6 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit ist nach Angaben der Agentur für Arbeit in beiden Rechtskreisen gestiegen, wobei der Zuwachs im Bereich der Arbeitslosenversicherung wegen der Ansprüche auf Arbeitslosengeld I deutlich höher ausfällt. Bei der Arbeitsagentur sind derzeit 2.490 Personen arbeitslos gemeldet (plus 1.111 gegenüber dem Vorjahr), aber auch beim Jobcenter des Landkreises Fulda, das sich um Langzeitarbeitslose kümmert, stieg die Arbeitslosigkeit um 319 auf 2.155 Arbeitslose an.

Zahl der Arbeitslosen4645
Arbeitslosenquote3,7 Prozent
Beschäftigte in Kurzarbeit seit März40.382
Arbeitslose unter 25 Jahren590

Arbeitsmarkt im Kreis Fulda: Vor allem jüngere Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen

Besonders junge Menschen sind vom Anstieg der Arbeitslosigkeit betroffen: Aktuell sind 590 Personen unter 25 Jahren ohne Job. Vor einem Jahr waren es 200 weniger.

Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, ist besorgt: „Der Anstieg der Arbeitslosigkeit zum Vormonat fällt mit 1,9 Prozent zwar gering aus. Jedoch dürfte ein Teil der nicht in eine Beschäftigung übernommenen Ausbildungsabsolventen aufgrund der nach hinten verschobenen Abschlussprüfungen erst in unserer kommenden Arbeitsmarkt-Statistik sichtbar sein.“

Arbeitsmarkt: Waldemar Dombrowski erwartet keine Ausbildungsstellen-Lücke

Positiv: Trotz den gravierenden Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die hiesige Wirtschaft scheint die Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen und Betriebe in der Region weitgehend ungebrochen. Mit 2.413 Ausbildungsstellen ist das Angebot fast doppelt so hoch wie die Nachfrage. Insofern geht Waldemar Dombrowski davon aus, dass es in 2020 generell keine Ausbildungsstellen-Lücke und somit keinen „Corona-Jahrgang“ in der Ausbildung geben wird.

Im Landkreis Fulda sind im Juni 78 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit eingegangen. Damit haben seit Mitte März insgesamt 2.489 Betriebe für 40.382 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Dies bewertet die Agentur positiv, denn dadurch werde „Beschäftigung in hohem Maße gesichert“.

Bundesweit ist die Zahl der Arbeitslosen ebenfalls deutlich gestiegen. Die Kurzarbeit hat ein Rekordniveau erreicht. (zen)

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