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Die Zahl der Arbeitslosen ist im Kreis Fulda gesunken.

Anstieg bei Kurzarbeit

Trotz Lockdown: Zahl der Arbeitslosen in der Region geht zurück - Eine Personengruppe profitiert nicht

  • Eike Zenner
    vonEike Zenner
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Die Pandemie hat den Arbeitsmarkt weiter im Griff, in Osthessen ist die Zahl der Arbeitslosen trotz des Lockdowns im November jedoch gesunken. Die Quote liegt bei 3,3 Prozent (minus 0,1 Punkte).

Fulda - Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Fulda ist im November um 82 auf 4.146 zurückgegangen. Das teilt die Agentur für Arbeit mit. Prozentual fiel dieser Rückgang ähnlich aus wie im Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote sank im November von 3,4 auf 3,3 Prozent und liegt damit weiter deutlich unter dem Hessendurchschnitt von 5,5 Prozent.

Trotz dieser vermeintlich guten Zahlen schlägt Corona auf dem Arbeitsmarkt alerdings durch: Denn die Zahl der Arbeitslosen ist deutlich höher als im Vorjahresmonat (+35,4 Prozent), obgleich das Instrument der Kurzarbeit stark genutzt wird.

Kreis Fulda: Zahl der Arbeitslosen ist im November gesunken

Die Agentur für Arbeit verzeichnete im November im Kreis Fulda 2.297 Arbeitslose und somit vier mehr als im Monat zuvor, das Kreisjobcenter, das Langzeitarbeitslose betreut, 1.849 Arbeitslose, was einem Rückgang von 86 Personen entspricht.

„Besonders erfreulich ist der überproportionale Rückgang der Arbeitslosigkeit bei jüngeren Personen. Diese konnten wir wieder stärker in den Arbeitsmarkt integrieren“, berichtet Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda. Derzeit sind 437 Frauen und Männer unter 25 Jahren im Landkreis Fulda arbeitslos – 13,3 Prozent weniger als im Oktober.

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Arbeitsmarkt: Viele Menschen über 50 im Kreis Fulda arbeitslos

Sorge bereiten dem Agenturleiter die älteren Arbeitslosen. In dieser Personengruppe stieg die Arbeitslosigkeit am stärksten an. Betroffen sind Menschen über 50 Jahre und insbesondere diejenigen, die 55 Jahre oder älter sind. „Hier gilt es, schnellstmöglich Aktivitäten zu starten, um eine Verfestigung der Arbeitslosigkeit zu vermeiden. Betriebe können in aller Regel von den vorhandenen Berufs- und Lebenserfahrungen profitieren“, erklärt Dombrowski.

Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt nach Ansicht der Agentur „erstaunlich aufnahmefähig“. So konnten im November 395 Personen in Beschäftigung integriert werden. Das waren 63 mehr als im November des Vorjahres. Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur konnte im November im Landkreis Fulda 374 Stellen akquirieren – gut ein Fünftel mehr als im Monat zuvor. Der Stellenbestand erhöhte sich um 63 auf 1.911.

Corona-Lockdown: Viele Beschäftigte in Kurzarbeit

Die Arbeitsagentur hat im Landkreis Fulda infolge des Wellenbrecher-Lockdowns im November 140 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit registriert; das war ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Oktober. Seit Mitte März haben insgesamt 2.771 Betriebe für 47.956 Beschäftigte Kurzarbeit angezeigt. Da die konkrete Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, können erst mit einigen Monaten Verzögerung Aussagen zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit Aussagen getroffen werden. Demnach waren im Juni 15.993 Beschäftigte in Kurzarbeit. In der Region waren damit im Juni circa 17 Prozent aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von Kurzarbeit betroffen. Gegenüber dem Mai (20.185) ging die Kurzarbeit um 20,8 Prozent zurück.

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