Die Corona-Krise hat Folgen auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Fulda hinterlassen. Agentur für Arbeit
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Die Corona-Krise hat Folgen auf dem Arbeitsmarkt im Landkreis Fulda hinterlassen.

Quote bei 3,7 Prozent

Zahl der Arbeitslosen im Kreis Fulda steigt weiter: Warum es laut Arbeitsagentur dennoch Lichtblicke gibt

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Fulda ist im Januar angestiegen. 4626 Menschen waren laut Agentur für Arbeit ohne Job. Das sind 412 mehr als im Dezember.

Fulda - „Eine Zunahme der Arbeitslosigkeit ist zum Jahreswechsel üblich. Erfreulicherweise fällt diese trotz der Corona-Krise geringer aus als in den vergangenen Jahren“, kommentiert Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bad Hersfeld-Fulda, die Entwicklung gegenüber dem Vormonat. Es sei jedoch zu berücksichtigen, dass die Arbeitslosigkeit deutlich über dem Niveau des Vorjahres liege (plus 23,6 Prozent) und dass Kurzarbeit die Beschäftigungsverhältnisse stabilisiere. Dennoch: ein Lichtblick.

Im Januar waren im Kreis Fulda 4626 Menschen ohne Job, ein Plus von 412 im Vergleich zum Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,7 Prozent (plus 0,4 Punkte) - und ist weiter die niedrigste in Hessen. Im Vergleichsmonat des Vorjahres hatte die Quote bei 3,0 Prozent gelegen.

Arbeitsmarkt im Kreis Fulda: Arbeitslosenquote steigt auf 3,7 Prozent

Die Agentur für Arbeit (Arbeitslosenversicherung) verzeichnete zum Ende des Monats 2631 Arbeitslose und somit 684 mehr als im Vorjahr. Beim Kreisjobcenter (Grundsicherung) waren 1995 Menschen arbeitslos gemeldet, was einem Plus von 200 Personen im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht (Lesen Sie hier: Corona-Folgen: Arbeitslosigkeit wächst 2020 im Kreis Fulda um 27 Prozent - Jeder vierte Betrieb in Kurzarbeit).

Zum Thema Kurzarbeit: Die Arbeitsagentur hat im Landkreis Fulda im Januar 138 Anzeigen von Betrieben auf Kurzarbeit registriert. Seit Mitte März haben insgesamt 3203 Betriebe für 53.678 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Da die konkrete Beantragung und Bearbeitung des Kurzarbeitergeldes nachträglich erfolgt, können erst mit einigen Monaten Verzögerung Aussagen zur tatsächlichen Inanspruchnahme der Kurzarbeit getroffen werden.

Kreis Fulda: Weiterhin viel Kurzarbeit

In der Region haben im August vergangenen Jahres 11.354 Beschäftigte Kurzarbeitergeld bezogen. Gegenüber dem Juli (13.200) ging die Kurzarbeit damit um 14 Prozent zurück. Dies steht für den wirtschaftlichen Aufschwung nach dem ersten Lockdown im Jahr 2020, so die Agentur für Arbeit. Ein weiterer Lichtblick. (zen)

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