Initiator Manfred Dehler freut sich über die Nachbildung der sogenannten Eisernen Jungfrau, die Lehrerin Johanna Hartung nach Tann brachte.
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Initiator Manfred Dehler freut sich über die Nachbildung der sogenannten Eisernen Jungfrau, die Lehrerin Johanna Hartung nach Tann brachte.

Eröffnung am Freitag

Scheiterhaufen und Eiserne Jungfrau: Ausstellung über Hexenverfolgung in Tann

Wenige Tage vor der Eröffnung der Ausstellung „Hexenverfolgung – gejagt – gepeinigt – verbrannt“ ist mit einer Eisernen Jungfrau das letzte Exponat im Tanner Naturmuseum eingetroffen. 

Tann - Da die Eiserne Jungfrau aufgrund ihrer Dimension weder in den Aufzug passte noch über das Treppenhaus des Tanner Naturmuseums (Kreis Fulda) transportiert werden konnte, musste sie zum Befördern in den Ausstellungsraum im zweiten Stock noch zerlegt werden.

Beim Eintreffen der Eisernen Jungfrau bedankte sich Initiator und Ausstellungsleiter Manfred Dehler bei Johanna Hartung von der „Konrad Hentrich-Schule“ in Leinefelde-Worbis (Thüringen) für die Spende der Nachbildung dieses Folterinstruments, die von ihrer Klasse angefertigt wurde. Die Eiserne Jungfrau ist ein Instrument, das zur Folterung und Hinrichtung von Menschen benutzt worden sein soll.

Fulda: Ausstellung über Hexenverfolgung beginnt am Freitag in Tann

Die Eröffnung der Ausstellung, die ein Jahr lang zu bestaunen ist, findet am Freitag, 9. Juli, um 15 Uhr, in der Rhönhalle statt. Die Ausstellung selbst ist dann im Naturmuseum zu sehen.

Ein nachgebauter Scheiterhaufen, Kerker, Verhörzimmer, Folterinstrumente, die Kopie des Veringenstädter Hexenhemdes und vieles andere mehr veranschaulichen, was in Zeiten der Hexenverfolgung und des Hexenwahns im Mittelalter geschah. Die Ausstellung macht deutlich, dass jeder in diesem Zeitraum in die Mühlen der Justiz geraten konnte und was er oder sie alles bis zum Verbrennen auf dem Scheiterhaufen durchmachen musste. (fje)

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