Auch Rosenschneiden will gelernt sein: Axel Wintermayer bei seinem Rundgang durch den Azubikampus „Pings“, gemeinsam mit Roman Meeszen, der derzeit seine Gärtner-Lehre bei der Stadt Fulda absolviert.
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Auch Rosenschneiden will gelernt sein: Axel Wintermayer bei seinem Rundgang durch den Azubikampus „Pings“, gemeinsam mit Roman Meeszen, der derzeit seine Gärtner-Lehre bei der Stadt Fulda absolviert.

Axel Wintermeyer zu Besuch

Kampagne um Fuldaer Azubi-Wohnprojekt „Pings" im Finale des Demografie-Preises

Minister Axel Wintermeyer, Chef der Hessischen Staatskanzlei, hat sich bei seiner diesjährigen Sommertour über die Kampagne „Azubi RegionFulda“ informiert. Das Projekt hat es beim Wettbewerb um den Hessischen Demografie-Preis unter die letzten sechs geschafft. 

Von Tobias Farnung

Fulda - Als Demografiebeauftragter der Hessischen Landesregierung wird Wintermeyer im September in Wiesbaden die diesjährigen Gewinner des mit insgesamt 24.000 Euro dotierten Preises auszeichnen. Von 115 Einsendungen haben es sechs ins Finale geschafft – darunter die Azubi-Kampagne der Region FD, zu der unter anderem der Azubicampus „Pings“gehört. Dort bekam Wintermeyer nun das bundesweit einmalige Azubi-Wohnprojekt von IHK-Hauptgeschäftsführer Michael Konow, Region-FD-Geschäftsführer Christoph Burkard sowie Ulrich Nesemann vom Landkreis Fulda vorgestellt. Und der Landespolitiker zeigte sich beeindruckt von dem, was er gesehen hat:

Axel Wintermeyer in Fulda: Azubi-Campus Pings hat es ins Finale des Demografie-Preises geschafft

„Viele junge Menschen zieht es mittlerweile vor allem in die Ballungsräume, was dazu führt, dass die Einwohnerzahl im ländlichen Raum zurückgeht. Dies ist eine große Herausforderung, die nicht zuletzt die Arbeitswelt betrifft“, so der Staatsminister. Daher seien die Kampagne der Region FD sowie das damit verbundene bundesweit einmalige Azubi-Wohnprojekt Vorzeige-Initiativen zur Fachkräftesicherung. „Ich würde mich freuen, wenn auch andere Regionen das Konzept übernehmen würden“, erläuterte Wintermeyer.

Staatskanzlei-Chef Axel Wintermayer zu Gast im Azubi-Wohnprojekt „Pings“.

Diesem Wunsch widersprach Christoph Burkard allerdings vehement. „Wir haben ,Pings‘ entwickelt, um Auszubildende aus anderen Regionen zu uns zu holen. Daher wären wir nicht unglücklich, wenn es keiner so schnell kopiert“, so der Wirtschaftsförderer augenzwinkernd. Denn eins sei klar:„Ohne Zuzug werden wir unsere offenen Ausbildungsstellen nicht besetzt bekommen“, sagte IHK-Chef Konow. Auf einen Auszubildenden entfallen aktuell in der Region Fulda rund 2,93 offene Ausbildungsstellen.

Wintermayer informierte sich bei seiner diesjährigen Sommertour über die Kampagne „Azubi Region Fulda“.

Daher haben sich der Azubi-Kampagne bereits 23 regionale Unternehmen angeschlossen. Geworben um den Nachwuchs wird überwiegend im Internet. Koordiniert werden die Aktivitäten von einem hauptamtlichen „Azubi-Navigator“. Für das Konzeot „Pings“ wurden hochwertige, möblierte Appartments geschaffen, in die sich Auszubildende einmieten können, die aus anderen Regione für ihre Ausbildung nach Fulda kommen.

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