Der Babyboom im Kreis Fulda hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt.
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Der Babyboom im Kreis Fulda hat sich auch im vergangenen Jahr fortgesetzt.

Deutliches Geburten-Plus

Babyboom im Kreis Fulda setzt sich auch 2021 fort - Rekorde für Klinikum und Herz-Jesu

  • Volker Nies
    VonVolker Nies
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Der moderate Babyboom im Kreis Fulda setzt sich fort: Im vergangenen Jahr sind 3182 Babys geboren worden – 101 mehr als im Vorjahr. Das ist ein Plus von 3,3 Prozent. Bundesweit wird – nach vorläufigen Zahlen – ein Plus von 1,3 Prozent erwartet.

Kreis Fulda - In einigen europäischen Ländern ging die Zahl der Geburten wegen der Corona-Pandemie zurück. Besonders stark fiel der Rückgang in Südeuropa aus. In Italien wurden 9,1 Prozent, in Spanien 8,4 Prozent und in Portugal 6,6 Prozent weniger Kinder geboren.

Im Landkreis Fulda hingegen setzte sich der positive Trend der Vorjahre fort. 3182 Geburten – das sind so viele wie seit vielen Jahren nicht mehr. 2017 waren es 3055 gewesen, im vergangenen Jahr meldeten die Krankenhäuser im Landkreis 3081 Geburten, 2020 waren es 3083 Geburten. Vor 2017 lag die Geburtenzahl über viele Jahre deutlich unter 3000, 2012 waren es sogar weniger als 2400.

Wie positiv der Trend im Landkreis Fulda im Vergleich zum Bundesdurchschnitt ist, zeigt auch ein etwas längerfristiger Blick: Zwischen 2012 und 2020 sind die Geburtenzahlen bundesweit um 15 Prozent gestiegen. Im Kreis Fulda betrug der Zuwachs 35 Prozent. (Lesen Sie hier: Kurze Vornamen weiter im Trend - Das sind die beliebtesten Babynamen 2021 in Hessen)

Fulda: Babyboom setzt sich auch 2021 fort - Das sind die Gründe

Ein Teil des Anstiegs dürfte aber am wachsenden Einzugsgebiet der Kliniken in Fulda und Hünfeld liegen. Einige Geburtsstationen in Nachbarkreisen haben schon vor Längerem geschlossen: in Bad Brückenau 1996, in Lauterbach und Schlüchtern 2006. 2015 schloss das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus in Bad Kissingen die Geburtsstation, Ende 2016 folgte das Kreiskrankenhaus in Alsfeld.

Vom Geburtenanstieg im Landkreis Fulda profitierten besonders das Klinikum Fulda und das Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda. Im Klinikum Fulda wuchs die Zahl von 1610 auf 1698 Geburten, im Herz-Jesu von 1033 auf 1068.

Im Helios St. Elisabeth Krankenhaus Hünfeld setzte sich der Abwärtstrend der vergangenen Jahre fort, der Rückgang war aber nicht mehr so stark. Hier sank die Zahl von 438 auf 416. „Wir vermuten, dass in Corona-Zeiten werdende Eltern mehr als in normalen Zeiten Wert auf eine angeschlossene Kinderklinik legen“, erklärt Dr. Thomas Knörzer, Chefarzt der Gynäkologie und Geburtshilfe.

Herz-Jesu meldet zum zweiten Mal in Folge mehr als 1000 Geburten. „2021 waren es so viele wie noch nie. Wir haben sogar den Geburtenrekord der vergangenen drei Jahrzehnte deutlich übertroffen: 1993 waren es 1038 Geburten“, berichtet Sprecherin Viktoria Schmitt. „Ein Grund für den Anstieg ist unsere individuelle Fürsorge und die Betreuung der Familien von Beginn an mit den Beleghebammen.“ (Lesen Sie hier: Mit ihr fängt das Leben an: Monique Hehn arbeitet als Hebamme)

Video: Babyboom im Corona-Lockdown? Steigende Geburtszahlen in 2021

Die meisten Babys im Landkreis kamen – wie in den Vorjahren – im Klinikum Fulda zur Welt. „Der positive Trend der vergangenen Jahre hat sich 2021 fortgesetzt: 1698 Kinder – das ist für uns ein neuer Rekord“, sagt Sprecherin Barbara Froese. Bereits im September 2021 freute sich das Klinikum über die 1000. Geburt.

„Dass sich immer mehr werdende Eltern für uns entscheiden, führen wir auch auf die hervorragende Arbeit des gesamten Teams der Frauenklinik und die Kombination aus einer exzellenten Geburtshilfe und einer weithin bekannten Kinderklinik zurück. Das findet sich in der Region so nur bei uns.“

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