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Jürgen Werner (von links), Hans-Otto Kolmar, Marcus Schlag, und Martin Hauck pflanzten einen rotlaubigen Spitzahorn mit gut fünf Metern Höhe.
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Jürgen Werner (von links), Hans-Otto Kolmar, Marcus Schlag, und Martin Hauck pflanzten einen rotlaubigen Spitzahorn mit gut fünf Metern Höhe.

Stadtklima der Zukunft

Fulda pflanzt Bäume, die an Klimawandel angepasst sind: Projekt Klimabaumpfad auf der Landesgartenschau

Ein wichtiges inhaltliches Thema der Landesgartenschau Fulda 2023 nimmt Formen an: Mit der Pflanzung von 21 an den Klimawandel angepassten Bäumen entsteht im neu geschaffenen „Park überm Engelshaus“ der erste Klimabaumpfad in Fulda.

Fulda - Die beiden Geschäftsführer der Landesgartenschau Fulda gGmbH, Jürgen Werner und Marcus Schlag, sowie die Bauleiter Hans-Otto Kolmar und Martin Hauck pflanzten stellvertretend für den Präsidenten des Landesamts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), Professor Dr. Thomas Schmid, die ersten Bäume entlang des im Bau befindlichen Panoramawegs. Das HLNUG finanziert die Maßnahme im Rahmen des Projekts „KLIMPRAX (KLIMawandel in der PRAXis) Stadtgrün“.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass die Stadt Fulda durch die Landesgartenschau mit dem Klimabaumpfad das ambitionierte Projekt der Umweltbehörde umsetzen kann. Wir sehen uns den Themen ‚Nachhaltigkeit‘ und ‚Klimawandel‘ sehr deutlich verpflichtet“, erklärt Jürgen Werner und fügt an: „Die Bäume werden mit Informationstafeln versehen. Hier können Besucher mittels QR-Code weitere Erläuterungen zu den jeweiligen Arten abrufen.“

Fulda pflanzt Bäume, die an Klimawandel angepasst sind

Städtische Grünflächen und Bäume litten zusehends unter den tropischen Hitzewellen und der Trockenheit immer heißer werdender Sommer, berichtet Marcus Schlag. Um dieser Entwicklung gegenzusteuern und gleichzeitig die Stadtbegrünung mit all ihren Kühl- und Verschattungseffekten als wirkungsvolle Maßnahme zur Verbesserung des Stadtklimas zu nutzen, habe das HLNUG das Projekt „KLIMPRAX Stadtgrün“ auf den Weg gebracht. Dabei habe man sich an die Erfordernisse in den jeweiligen Kommunen orientiert – so auch in Fulda, lobt Schlag die Fachleute der Umweltbehörde.

Insgesamt elf verschiedene Stadtbaumarten, zu denen unter anderem der Spitzahorn, die Roteiche, der Lederblättrige Weißdorn oder der Zürgelbaum gehören, werden auf der Landesgartenschau Fulda gepflanzt und sollen sich den klimatischen Herausforderungen der Zukunft entgegenstellen. (Lesen Sie hier: Landesgartenschau in Fulda - „WaldEllipsium“ soll nachhaltige Bühne werden)

Ob für Erholung und Freizeit, als Wasserspeicher oder Lebensraum für verschiedene Tierarten - die Bedeutung und Funktion grüner Freiräume in den Städten und Gemeinden Hessens werde sich in Zukunft noch deutlicher zeigen, sagen die Experten aus Wiesbaden.

Projekt Klimabaumpfad auf der Landesgartenschau: Bäume in Fulda sollen Stadtklima verbessern

Insbesondere bei Neupflanzungen und Begrünungsstrategien sollte genauestens abgewogen werden, welche Pflanzenarten unter den zukünftigen Bedingungen wachsen können, welche stadtklimatischen Effekte sie bewirken und welche Begrünungsmaßnahmen für den jeweiligen Standort die geeignetsten sind.

„Auch in Hessen leiden die Stadtbäume zunehmend unter der Trockenheit und Hitze. Klimaangepasste Arten sind daher wichtig, um auf den Klimawandel zu reagieren. Wir freuen uns, den Gästen der Landesgartenschau Fulda zu zeigen, wie klimaangepasstes Stadtgrün aussehen kann“, sagt der Präsident Thomas Schmid.

Initiiert wurde „KLIMPRAX Stadtgrün“ von den Umwelt- und Klimaexperten des Fachzentrums Klimawandel und Anpassung (FZK) im HLNUG. Der Start des Projektes erfolgte Anfang 2020. (mlo)

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