Landrat Bernd Woide (von links), Matthias Feuerstein und Julian Heins präsentieren die druckfrische Broschüre „Bildung integriert“.
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Landrat Bernd Woide (von links), Matthias Feuerstein und Julian Heins präsentieren die druckfrische Broschüre „Bildung integriert“.

Bildung kommunal gestalten

Bildungsbüro stellt neue Broschüre vor

Gemeinsam mit sechs weiteren Kommunen hat das Bildungsbüro des Landkreises Fulda nun eine Broschüre über die erste Förderphase des Projektes „Bildung integriert“ in Hessen herausgegeben, die über den Ausbau der regionalen Bildungslandschaft und die Entwicklung in den vergangenen Jahren berichtet.

Fulda - Die Landkreise Fulda, Marburg-Biedenkopf, Darmstadt-Dieburg, Lahn-Dill-Kreis, Odenwaldkreis und die Städte Darmstadt und Wiesbaden haben die Broschüre gemeinsam erstellt und dort die Ergebnisse der ersten Förderphase des Programms „Bildung integriert“ dokumentiert, heißt es in einer Pressemitteilung.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert. Das Ziel von „Bildung integriert“ sei die Vernetzung der verschiedenen Bildungsakteure vor Ort, um die Chancengleichheit und Bildungsteilhabe in der Gesellschaft zu verbessern – von der frühkindlichen, über die schulische bis hin zur Erwachsenen- und Seniorenbildung. Es habe sich gezeigt: So vielfältig die Bildung regional sei, so vielfältig seien auch die jeweiligen Bedarfslagen, Besonderheiten und Zugänge.

Inwiefern kann die Bildungslandschaft verbessert werden?

Auch im Landkreis Fulda werde seit 2016 geprüft, inwiefern die Bildungslandschaft verbessert und die verschiedenen Akteure noch besser vernetzt werden können. Dazu wurde das Bildungsbüro, das bei der Volkshochschule des Landkreises angesiedelt ist, ins Leben gerufen. Matthias Feuerstein und Julian Heins arbeiten seitdem daran, die Angebote für die breite Bevölkerung entlang des Lebenslangen Lernens auszubauen und zu verbessern. Dafür wurde im ersten Schritt die lokale Bildungslandschaft analysiert.

„Im Landkreis Fulda hat zu Beginn noch die Gesamtübersicht über alle Bildungseinrichtungen gefehlt“, erläutert Feuerstein und fügt hinzu, dass es damals beispielsweise keine Liste oder Webseite gab, die alle Kindergärten und Schulen der Region abbildet. Das habe das Bildungsbüro geändert und unter anderem das Webverzeichnis für Lernorte entwickelt.

Digitale Kompetenzen

In der ersten Förderphase des Projektes haben sich für den Landkreis Fulda drei Schwerpunkte herauskristallisiert, die gemeinsam mit weiteren Fachdiensten der Kreisverwaltung gestaltet werden: die Qualitätsentwicklung in der frühkindlichen Bildung, die digitale Kompetenzförderung der regionalen Bevölkerung und die Ausbildungs- und Fachkräftesicherung. Neben der Organisation der jährlichen Bildungskonferenz sieht sich das Bildungsbüro auch als Dienstleister und berät sowohl die verschiedenen Fachdienste des Landkreises als auch Bildungseinrichtungen der Region.

„Beispielsweise kümmern wir uns gerade um das hochaktuelle Thema der digitalen Kompetenzen. In einer Arbeitsgruppe mit verschiedensten Bildungsakteuren entwickeln wir Unterrichtskonzepte zum sicheren Umgang mit digitalen Medien“, erklärt Matthias Feuerstein.

Für mehr Bildungsgerechtigkeit

Das Bildungsbüro setze sich zudem für mehr Bildungsgerechtigkeit und eine bessere Verzahnung der verschiedenen Bildungsphasen ein. „Dabei arbeiten wir auf der Basis von Daten. Beispielsweise analysieren wir den regionalen Ausbildungsmarkt und überprüfen, wie dem Fach- und Nachwuchskräftemangel entgegengewirkt werden kann. So kommen wir in den Austausch mit den zuständigen Akteuren“, so Julian Heins.

Die Broschüre zur ersten Förderphase der hessischen Bildung integriert Kommunen ist online abrufbar. Das Bildungsbüro befindet sich seit Ende des vergangenen Jahres in der zweiten Förderphase. Hierdurch wird die Bearbeitung zentraler Zukunftsthemen der lokalen Bildungslandschaft weiterhin gesichert.

mal

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