Plastikmüll gehört nicht in die Biotonne, auch kein Sand oder Steine. Um Missbrauch zu verhindern, kontrollieren Fuldas Umweltranger jetzt die Tonnen vor der Leerung. (Symbolbild)
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Plastikmüll gehört nicht in die Biotonne, auch kein Sand oder Steine. Um Missbrauch zu verhindern, kontrollieren Fuldas Umweltranger jetzt die Tonnen vor der Leerung. (Symbolbild)

Gelbe und rote Warnzettel

Umweltranger kontrollieren Biotonnen in Fulda: Falsch befüllte Abfallbehälter werden nicht geleert

  • Sabine Kohl
    vonSabine Kohl
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5500 Tonnen Bioabfall sammeln die Fuldaer alljährlich in ihren Biotonnen. Der organische Abfall wird in der Biothan-Anlage in Großenlüder zu Biogas und Dünger verarbeitet. Allerdings landet auch immer wieder Müll in der Biotonne, der dort gar nicht reingehört. Fuldas Umweltranger kontrollieren deshalb bald verstärkt die Abfallbehälter im Stadtgebiet.

Fulda - In den Biotonnen sollen organische Küchen- und Gartenabfälle wie Obst- und Gemüseabfälle, Kaffeefilter, Teebeutel, geringe Mengen Speiseabfälle, Laub, Rasenschnitt, krautige Abfälle aus Gärten - ohne Erde und Sand - gesammelt werden. Wie die Stadt Fulda mitteilt, werden die Biotonnen aber auch immer wieder für Rest- und Verpackungsabfälle missbraucht.

Nicht selten geschehe dies wohl aus Unkenntnis, heißt es vonseiten der Stadt, häufig aber auch, um Abfallgebühren zu sparen - und dies gehe zu Lasten anderer Gebührenzahler. Oft werden die Bioabfälle in PVC-Beutel oder kompostierbare Bio-Beutel gefüllt und mit diesen in die Biotonne geworfen. Diese Fremdstoffe müssten dann aber in der Biothan-Anlage in Großenlüder aufwendig aussortiert werden.

Müllkontrolle in Fulda: Umweltranger versehen falsch befüllte Biotonnen mit Warnzetteln

Zwar seien die Bio-Beutel zwar grundsätzlich kompostierbar, von herkömmlichen Plastikbeuteln aber kaum zu unterscheiden. Weiterhin bräuchten auch die kompostierbaren Beutel bei der Vergärung der Abfälle zu langsam. Auch Straßenkehricht, Sand, Steine und Erde stören die Verarbeitung der Abfälle und führen zu erheblichen Schäden an der Biothan-Anlage, teilt die Stadt mit. Diese Abfälle gehörten deshalb in die Restmülltonne.

Um die Reinhaltung des Biomülls zu kontrollieren, will die Stadt künftig ihre Umweltranger, Merlin Logaida und Markus Rohrbacher-Marsteller, verstärkt einsetzen, die Biotonnen vor deren Leerung zu kontrollieren. Auch den Sperrmüll prüfen die Umweltranger etwa vor der Abholung. Unsere Zeitung hat Merlin Logaida bereits auf einer solchen Tour begleitet.

Auskünfte

Die Umweltranger stehen für Fragen vor Ort zur Verfügung. Auskünfte werden ebenso am städtischen Umwelttelefon unter der Rufnummmer (0661) 1021777 erteilt.

Beim Biomüll dürfen die Umweltranger auch veranlassen, dass dieser gar nicht mitgenommen wird. Der Müllabfuhr geben sie dann ein Signal durch rote Zettel an der Tonne. Enthällt eine Tonne Fremdstoffe, die nicht in den Biomüll gehören, wird diese fotografiert, registriert und mit einem solchen roten Warnzettel versehen. Es erfolgt dann keine Leerung, bis die Fremdstoffe entfernt sind.

Video: Welcher Müll gehört in welche Tonne?

Bei nur geringer Fehlbefüllung bekommt die Tonne einen gelben Warnzettel verpasst. Dann wird der Müll zwar noch einmal mitgenommen, der Abfallbehälter aber dennoch registriert. Im Wiederholungsfall folgt dann ein roter Zettel.

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