Das Projekt „Divine Concern“ der Gefängnisseelsorge des Bistums Fulda ist mit dem Katholischen Preis gegen Rassismus ausgezeichnet worden. (Symbolfoto)
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Das Projekt „Divine Concern“ der Gefängnisseelsorge des Bistums Fulda ist mit dem Katholischen Preis gegen Rassismus ausgezeichnet worden. (Symbolfoto)

Bischofskonferenz

Ausgezeichnete Gefängnisseelsorge: Fuldaer Projekt „Divine Concern“ erhält Preis gegen Fremdenfeindlichkeit

Auszeichnung für die Gefängnisseelsorge im Bistum Fulda: Das Projekt „Divine Concern“ ist mit einem zweiten Preis beim Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung hat die Deutsche Bischofskonferenz 2021 zum vierten Mal vergeben.

Bonn/Fulda - Das ökumenische Musik-Projekt „Divine Concern“ könne als Leuchtturm der Gefängnisseelsorge des Bistums Fulda und zugleich des Engagements gegen fremdenfeindliche Ressentiments gelten, begründet die Jury des Katholischen Preises gegen Fremdenfeindlichkeit ihre Entscheidung. Gefängnisse seien Orte, an denen Gewalt und Rassismus nicht selten zum Alltag gehören. Diese Konflikte reflektierten Künstler und Seelsorger gemeinsam mit den Gefangenen und zeigten so Wege auf, die Tendenzen des Hasses und der Abwertung in der hierarchisierten Sozialstruktur eines Gefängnisses zu überwinden. Der zweite Preis ist mit 2500 Euro dotiert.

Gefängnisseelsorge in Fulda: Preis für Projekt gegen Fremdenfeindlichkeit

2021 vergibt die Deutsche Bischofskonferenz zum vierten Mal den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Der mit 5.000 Euro dotierte erste Preis geht an die Initiative „Ostritzer Friedensfest“. Die beiden zweiten Preise (jeweils 2.500 Euro) erhalten der Malteser-Integrationsdienst Wuppertal für das generationen- und kulturverbindende Projekt „Verlorene Orte“ sowie die Gefängnisseelsorge im Bistum Fulda für das Musik-Projekt „Divine Concern“.

Hintergrund

Auf Anregung der Migrationskommission lobt die Deutsche Bischofskonferenz seit 2015 alle zwei Jahre den Katholischen Preis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus aus. Mit dem Preis werden Personen und Gruppen ausgezeichnet, die sich in Deutschland aus dem katholischen Glauben heraus im Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus bzw. für ein respektvolles Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft engagieren.

Der Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße (Hamburg), der zugleich den Jury-Vorsitz innehat, weist auf die traurige Aktualität der Thematik hin: „In den vergangenen Jahren wurde unsere Gesellschaft von rechtem Terror erschüttert; erst vor wenigen Wochen haben wir der Ermordeten von Hanau gedacht. Der Platz von Christinnen und Christen ist an der Seite der Opfer rassistischer Gewalt. Gemeinsam mit vielen anderen Menschen guten Willens setzen wir uns für ein friedliches Miteinander ein - gerade in schwierigen Zeiten.“

Malteser-Integrationsdienst Wuppertal erhält zweiten Preis - Verleihung im Juni in Köln

Einen weiteren zweiten Preis hat der Malteser-Integrationsdienst Wuppertal für das generationen- und kulturverbindende Projekt „Verlorene Orte“ erhalten. Der erste Preis, dotiert mit 5000 Euro, geht an die Initiative „Ostritzer Friedensfest“. Die Initiative hat seit 2018 sieben „Friedensfeste“ in Ostritz an der Neiße in Sachsen organisiert. Insgesamt waren aus ganz Deutschland 60 Bewerbungen eingegangen. Die Preisverleihung soll, sofern die Corona-Lage es zulässt, am 8. Juni 2021 im Deutschen Olympia- und Sportmuseum Köln stattfinden. (dpa/sko)

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