In der Nacht zu Pfingstsonntag ist es zu einem Großbrand bei einer Speditionsfirma an der A7 gekommen.
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Bei einem Großbrand in der Speditionsfirma Dröder in Künzell sind zwei Brüder ums Leben gekommen.

Großbrand bei Dröder

Obduktion ergibt: Opfer waren Brüder - Staatsanwaltschaft äußert sich zu Todesursache

  • Sabine Kohl
    vonSabine Kohl
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Bei einem Großbrand bei der Firma Dröder in Künzell am Pfingstsonntag sind zwei Männer ums Leben gekommen. Dabei handelt es sich um zwei Brüder, 27 und 30 Jahre alt, die über eine polnische Firma für die Spedition arbeiteten.

Fulda - Wie die Staatsanwaltschaft Fulda auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt, bewohnten die beiden Brüder Räumlichkeiten, die die Firma Dröder in einem speziellen Hallentrakt für ihre Mitarbeiter eingerichtet hatte. In der Nacht zum Pfingstsonntag, 23. Mai, war gegen 1 Uhr ein Feuer in den Wohnunterkünften mit angrenzender Lagerhalle der Spedition Dröder ausgebrochen.

In diesen Wohnunterkünften hatten sich die Brüder wohl befunden, als das Feuer ausbrach. Laut Polizei habe das Gebäude schnell in Flammen gestanden. Die erste Leiche war bereits am Nachmittag des Pfingstsonntags geborgen worden, die zweite am vergangenen Dienstag. Wegen Einsturzgefahr der Halle waren die Bergungsarbeiten sehr schwierig gewesen, teilte die Polizei mit.

Fulda: Zwei Brüder - 27 und 30 Jahre alt - sterben bei Großbrand in Speditionsfirma Dröder

Nach der Obduktion der beiden Leichen wurde als Todesursache „bei beiden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Kohlenmonoxidvergiftung festgestellt“, heißt es vonseiten der Staatsanwaltschaft Fulda. Einen Hinweis auf eine Gewalteinwirkung von Dritten habe die Obduktion nicht ergeben.

Die Ermittlungen zur Brandursache dauern laut Staatsanwaltschaft noch an, ein in Auftrag gegebenes Gutachten solle diese klären. Die bisherigen Ermittlungen hätten aber keinen Hinweis auf Brandstiftung ergeben.

Video: Bei Großbrand in der Spedition Dröder in Künzell sterben zwei Menschen

Hans-Jörg Dröder, Geschäftsführer der Spedition, hatte sich von den Ereignissen am Pfingstsonntag schwer betroffen gezeigt: „Einen Sachschaden kann man beheben, aber wenn Menschen ums Leben kommen, ist das etwas ganz anderes“, sagte Dröder gegenüber unserer Zeitung.

Auch für die Rettungskräfte ist ein solcher Einsatz, bei dem Menschen ums Leben kommen, eine Extremsituation und psychische Belastung. „Nicht jeder kann diese Bilder im Kopf, die das Geschehene erzeugt hat, gut und zügig verarbeiten. Zurück bleibt bei manchen auch das Gefühl der Schwäche oder der Zweifel daran, alles getan zu haben“, berichtete Fuldas Kreisbrandinspektor Adrian Vogler.

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