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Bürger in der Rhön sollen Brutplätze von Schwalbe und Co. melden - Vogelarten aus mehreren Gründen gefährdet

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Die Rauchschwalbe wird auf der bundesweiten Roten Liste bereits als „gefährdet“ eingestuft.
Die Rauchschwalbe wird auf der bundesweiten Roten Liste bereits als „gefährdet“ eingestuft. © Sören Stache/dpa

Die Bürger in der Rhön - sowohl in Hessen, Bayern als auch in Thüringen - sind zur Mitarbeit an einem länderübergreifenden Vogelschutzprojekt eingeladen. Gesucht werden die Brutplätze von Mehl- und Rauchschwalben sowie Mauerseglern.

Hilders - Das teilte die Verwaltungsstelle des Unesco-Biosphärenreservats Rhön am Montag in Hilders (Landkreis Fulda) mit. Zwar stünden die Vogelarten und auch ihre Nistplätze an Gebäuden unter besonderem Schutz. Dennoch würden ihnen „Wohnungsnot“ und Nahrungsmangel zunehmend zu schaffen machen.

Das liege am Klimawandel, am Insektensterben sowie an Renovierungsarbeiten an Gebäuden. Durch die zunehmende Versiegelung von Flächen fehle immer häufiger Nistmaterial für den Bau der Nester. Da sich alle drei Arten ausschließlich von Fluginsekten ernährten, seien sie zusätzlich vom Insektensterben bedroht.

Fulda: Bürger in der Rhön sollen Brutplätze von Schwalbe und Co. melden

Dies werde durch den Klimawandel noch verschlimmert, weil durch ihn ein Teil der Fluginsekten bereits aktiv werde, bevor die Zugvögel überhaupt aus Afrika zurück sind. Der Bestand der Arten sei so in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen, und Rauchschwalbe und Mehlschwalbe würden auf der bundesweiten Roten Liste bereits als „gefährdet“ eingestuft.

Um eine Übersicht über die Brutplätze der drei Vogelarten in der Rhön zu bekommen, seien die Bürger in dem Dreiländereck zwischen Hessen, Bayern und Thüringen aufgerufen, Beobachtungen an die bayerische Verwaltung des Biosphärenreservats zu melden.

Wer entsprechende Beobachtungen macht, kann diese bis 30. Juni mit möglichst genauen Angaben zu Fundort, Anzahl der Vögel sowie Infos zum Brutnachweis - wenn möglich mit Foto vom Nest - an die Verwaltungsstelle senden. Das Biosphärenreservat bittet, die Daten an Tina Bauer zu senden.

Meldungen können per E-Mail an artmeldungen@reg-ufr.bayern.de oder unter der Telefonnummer (0931) 3801673 gemacht werden. Anrufe sind von Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr möglich. Fotos können entweder per Mail oder WhatsApp-Nachricht an die angegebene Festnetz-Nummer gesendet werden. 

Video: Rauch- und Mehlschwalbe kehren nach Bayern zurück

Alternativ können die Beobachtungen auch über die Plattform „Ornitho“ gemeldet werden. . Alle Beobachten im Rahmen des Projekts würden nur zum Zwecke der Erhebung der Artenverteilung gesammelt und anonymisiert ausgewertet, hieß es. (dpa, sar)

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